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Fehlkäufe vor dem Internet – Eine zweite Chance

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Okay, auf Spotify und auf Youtube ernte ich als Deutscher einige Enttäuschungen, weil zahlreiche Künstler gesperrt sind, aber mir soll es jetzt auch gar nicht so sehr um die digitale Welt gehen. Könnt Ihr Euch da draußen auf der Couch noch erinnern, dass man noch vor einigen Jahren, um neue Musik zu entdecken, aus der Haustür und in ein Fachgeschäft gehen musste? Man versuchte sich aus den Platten-Review-Seiten seines Lieblingsmagazins so viele interessante Bands wie möglich zu merken, um sie dort dann anzuchecken.

Vorm CD-Regal angekommen, hatte man bis auf Slayer und Metallica alle neuen heißen Geheimtipps eh wieder vergessen und fing an zu suchen. Einfach mal das Regal durchforsten. Welches Cover ist fett, welcher Name klingt cool, welchen Bandnamen habe ich schon mal gehört und wollte ich schon immer mal antesten? Da sind  teilweise Stunden draufgegangen.

Und wenn man dann einen Stapel Tonträger aus dem Angebot extrahiert hatte, kam gleich die nächste Hürde. Der garstige Verkäufer: Nur, weil ich kleiner Asi, der höchstwahrscheinlich sowieso nicht genug Kohle zum Kauf und offensichtlich nur Langeweile hat „da bitte mal reinhören“ will, soll er die nagelneue, noch eingeschweißte, streng auf 80.000 Exemplare limitierte Digipack-Version aufreißen und vom gleichgültigen Laserstrahl seines „Reinhör-CD-Players“ deflorieren lassen!? Schlimmer noch, die Abdrücke meiner dreckigen Fettfinger sind dann auch noch im druckfrisch duftenden Booklet! Ja, was haben die denn im Elektromarkt gedacht, was ihre riesige, gut sortierte Metal-Abteilung für Interessenten anlockt!? Nach Blumen duftende Omas oder dralle Disco-Bitches sicher nicht…  

Natürlich soll aber nicht verschwiegen werden, dass es auch für mich als vermeintlichen Reinhör-Parasiten nicht immer ein Spaß war – man denke nur an die speckigen und nach nassem Hund müffelnden Uraltkopfhörer, bei denen man wahlweise mit einem durch Kabelbruch verursachten Monotinitus oder mit Läusejuckreiz zu kämpfen hatte, manchmal auch beides.

All das hat mich oft genug davon abgehalten in eine scheinbar interessante Platte doch mal reinzuhören. Aber deshalb den Laden wieder mit dem Extra-Taschengeld von meiner Oma ohne einen Jagderfolg verlassen?! Niemals! Dann durften eben die Werbung der Plattenfirmen, die Zine-Reviews und die Szenereputation einer Band ihre Wirkung entfalten.


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Das sind die 10 abgefahrensten Livebands

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