Während der Phasen, in denen Geezer Butler Teil von Black Sabbath war, war der Bassist auch für die meisten Texte verantwortlich. Gesungen hat er sie selbst bekanntlich nicht. Derzeit arbeitet er an seinem dritten Soloalbum, für das er offensichtlich noch gesangliche Unterstützung sucht. Bislang greift der 76-Jährige nämlich auf künstlich erschaffene Sänger zurück.
Nur eine Hilfestellung
Diesen Umstand gesteht die Metal-Legende während einer Frage-Antwort-Runde auf der Steel City Con 2025, die vom 5. bis 7. Dezember 2025 in Monroeville, Pennsylvania, stattfand. Dort wurde Geezer Butler zunächst gefragt, ob er an neuem Material arbeitet, was er bejahte. Dann gibt er an: „Ich habe tonnenweise Material. Seit dem letzten Sabbath-Konzert habe ich all meine Songs, die ich seit den Achtzigern geschrieben habe, überarbeitet und aktualisiert.“ Der Umstand, dass er keinen Sänger hatte, wenn er zu Hause an Songs arbeitete, habe ihn bislang stets etwas ausgebremst.
„Dann kam die künstliche Intelligenz“, erklärt Butler weiter. „Also habe ich jetzt alle meine Songs aktualisiert und lasse sie von einem KI-Sänger einsingen. Jetzt kann ich sie den Sängern, mit denen ich arbeiten werde, zeigen und sagen: ‘So stelle ich mir das Album vor.’“ Auch wenn „viele Leute denken, das sei Betrug“, vereinfache die Künstliche Intelligenz die Arbeit an neuem Liedgut enorm. „Man kann im Studio sitzen und alles mit KI machen kann und es dann professionellen Musikern geben kann, die dann übernehmen. Mir hat das wirklich sehr geholfen.“
Früher ist dieser Prozess natürlich anders abgelaufen. Für seine Solo-Nummern schickte Geezer Butler den entsprechenden Sängern schlicht Riffs oder Melodien und bat sie, dazu zu singen. Im Fall von Black Sabbath habe man zusammengesessen und „einfach immer weiter gejammt, bis jemand etwas hatte, womit wir arbeiten konnten. Sobald wir ein gutes Riff hatten, zu dem wir etwas schreiben konnten, haben wir den musikalischen Teil fertiggestellt. Ozzy hat seine Gesangslinie eingesungen, und dann habe ich die Texte geschrieben.“
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