Toggle menu

Metal Hammer

Search

Haben King’s X Grunge erfunden?

von
teilen
mailen
teilen

In einem neuen Interview mit The Lounge With Jake Ellenbogen kommentierte King’s X-Frontmann Doug Pinnick eine Aussage von Jeff Ament (Pearl Jam). In den frühen Neunzigern erklärte der Bassist: „King’s X haben den Grunge erfunden.“ Das tat er nicht in einem beliebigen Interview, sondern auf MTV.

Pinnick erinnert sich zurück: „Es war wirklich richtig cool von ihm, dass er das gesagt hat. Besonders, weil niemand anderes, besonders die, die ihm Recht gaben, etwas gesagt hat. Es hat ihm viel bedeutet, dass er das öffentlich gesagt hat.“ Er fährt fort: „Mir wurde schon von fast jedem Musiker, den ich getroffen habe, gesagt, wie viel Einfluss King’s X hatten. Es gibt jedoch nur wenige, die das an die große Glocke hängen würden. Sie sprechen nur über die Klassiker… Wir waren aber die Pioniere eines Genres, das erforscht werden musste.“

Wurzeln in der Country-Musik

Empfehlungen der Redaktion
Stephen Pearcy glaubt nicht, dass Grunge den Glam getötet hat
Der Gitarrist erklärt in dem Interview auch, wie King’s X zum Grunge kamen. „Die Dropped-D-Stimmung war nichts Neues.“ Hierbei wird die Gitarre einen Ganzton tiefer gestimmt als gemeinhin üblich. „Wir haben uns einfach dazu entschieden, ‘She’s So Heavy’ von den Beatles mit der Dropped-D-Stimmung zu spielen. Das war’s schon. Ty Tabor, unser anderer Gitarrist, hat viel Country-Musik gehört, speziell Bluegrass. Er hat diese Riffs mit dem Dropped-D-Ding gespielt und verzerrt, und Grunge ist entstanden.“

Zu jener Zeit waren die US-Amerikaner die Dropped-D-Pioniere. „Ja, heute haben wir Korn und Meshuggah. Scheiß drauf. Damals waren Metallica in der normalen Gitarrenstimmung auf E, und das war das härteste Zeug überhaupt. Slayer waren auch super hart. Ab und zu hat Eddie Van Halen seine E-Saite auf D runtergestimmt, und Tony Iommi hat das Black Sabbath-Zeug tiefer gemacht. Schlussendlich ist das ganze Dropped-D-Ding und die Art, wie man es spielt und phrasiert, einfach nur die einzigartige Weise, wie Bluegrass-Musiker spielen. Das ist einfach, sogar simpel.“


Bestens informiert über dieses und alle weiteren wichtigen Themen im Metal bleibt ihr außerdem mit unserem Newsletter. Einmal pro Woche flattert euch übersichtlich sortiert ein Update ins Postfach. Einfach anmelden, damit euch auch sicher nichts entgeht.

Nuria Hochkirchen schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

teilen
mailen
teilen
Joan Jett: Musik kann die Welt verändern

Das politische Klima in den USA spitzt sich immer weiter zu. Künstler, darunter auch Musiker, beeinflusst ein Umstand wie dieser nahezu zwangsläufig. Auch Joan Jett äußerte sich im Interview mit dem Rock And Roll Hall Of Fame-Podcast ‘Music Makes Us’ zu der Frage, welchen Einfluss die aktuellen Entwicklungen auf kreatives Schaffen im Allgemeinen haben – und ob Musik eine positive Veränderung bewirken können. Klänge der Hoffnung Als glänzendes Beispiel nannte Jett Bad Bunny. Der Sänger ließ seinen Auftritt bei der Halftimeshow des diesjährigen Super Bowl mit der Botschaft „Das Einzige, was stärker ist als Hass, ist Liebe“ enden. Kritiker warfen…
Weiterlesen
Zur Startseite