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Im Imaginaerum bei: Nightwish + Battle Beast + Eklipse

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Als erster Support der blau-weißen Bombastfraktion stehen die vier Ladys von Eklipse bereit, die mit ihren gestrichenen Pop-und Rock-Coversongs das per se schon alles andere als überschäumende hanseatische Publikum zusätzlich sedieren.

Als einlullende Begleitmusik für die Weinverkostung mögen die Streichquartett-Versionen von ‘Wonderful Life’, ‘In The End’ oder ‘Paparrazzi’ (Himmel, wo sind wir hier eigentlich?!) funktionieren – als Warm-up für ein Metal-Konzert (ach, d-o-r-t sind wir…) geht der Schuss eher nach hinten los. Da können die vier Damen noch so gut aussehen und sich selbst noch so unwiderstehlich sexy finden (vergleiche die peinlichen Selbstbeschreibungen) – bekannte Songs mit Streichinstrumenten zu interpretieren ist nun wahrlich nicht neu und wurde von vielen anderen schon sehr viel besser gemacht.

Deutlich mehr Stimmung machen im Anschluss Helsinkis Kampfscheusale Battle Beast, die mit ihren etwas stumpfen, aber live nicht uneffektiven Nummern die Zuschauer aus ihrem kollektiven Schlummer herausreißen. Viel Gepose, saftige Riffs und bewährte Heavy-Metal-Trademarks – Sängerin Nitte und ihre Jungs geben mit eisenlastigen Nummern wie ‘Justice And Metal’ ‘Iron Hand’ oder ‘Enter The Metal World’ nonstop Vollgas und können in den wohlverdienten Feierabend gehen.

Nightwish indes müssen sich diesen noch verdienen: Die Halle ist gut gefüllt, jedoch alles andere als voll. Vor allem im hinteren Drittel des Innenraums herrscht gähnende Leere. Wie auch immer – live sind Maestro Holopainen und Co. nach wie vor eine Macht und zeigen dies von der ersten bis zur letzten Minute ihres Sets: Nachdem der Reigen mit dem zuckersüßen IMAGINAERUM-Opener ‘Taikatalvi’, bei dem die Bühne von einem weißen Stofffetzenvorhang verdeckt wird, eröffnet ist, geht’s wie auf dem Album weiter mit der eingängigen Lead-Single ‘Storytime’, die die ersten Reihen zum freudigen Abgehen animiert. Schade, dass sich diese Leidenschaft das komplette Konzert über auf eben jene vorderen Reihen beschränkt – dahinter und auf den Rängen herrscht kollektive Teilnahmslosigkeit, die entweder der hanseatischen Coolness oder aber der Tatsache geschuldet ist, dass der gewöhnliche Nightwish-Fan A.D. 2012 seinen Mitgeh-Zenit überschritten hat.

Zwei Tage vorher, berichtet ein METAL HAMMER-Kollege, soll in Leipzig indes der Elch abgegangenen sein – es kann also nur am kühlen Norden liegen. Dem finnischen Fünfer ist’s egal: Gut gelaunt tanken sich Sängerin Anette Olzon und ihre Männer durch ein abwechslungsreiches und dynamisches Set aus Nightwish-Klassikern der Tarja-Ära (‘Wish I Had An Angel’, ‘Come Cover Me’, ‘Nemo’) und neuen Hits von den Olzon-Alben (‘Amaranth’, ‘The Islander’, ‘The Crow, the Owl and the Dove’). Zwar fällt die Publikumsansprache gewohnt sparsam aus und hauen auch die kunterbunten Leinwandprojektionen nicht sonderlich vom Hocker, doch man ist ja hauptsächlich wegen der Musik hier, und die ist sowohl inhaltlich als auch soundtechnisch von allererster Güte – Nightwish eben. Nach dem Gary-Moore-Cover ‘Over The Hills And Far Away’ gibt’s noch die Sibelius-Hymne ‘Finlandia’ sowie das IMAGINAERUM-Finale mit ‘Song Of Myself‘, ‘Last Ride Of The Day’ und ‘Imaginaerum’ on top und das war’s im O2-Tanzpalast. Erkenntnis: Der Norden ist kühl und Nightwish geht immer!

Setlist Nightwish

Taikatalvi
Storytime
Wish I Had An Angel
Amaranth
Scaretale
Slow, Love, Slow
I Want My Tears Back
Come Cover Me
The Crow, The Owl And The Dove
The Islander
Nemo
Last Of The Wilds
Planet Hell
Ghost River
Dead To The World
Over The Hills And Far Away
—-
Finlandia
Song Of Myself
Last Ride Of The Day
Imaginaerum

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