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Im Pit bei: Beyond The Black + Mister Misery

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Hoch die Hände, Wochenende! Wo klingt die Arbeitswoche besser aus, als am Freitagabend zu Musik und Gesang? Nirgends. So ist es kaum verwunderlich, dass nach offiziellem Einlass um 19:00 Uhr immer mehr Menschen das Berliner RAW-Gelände, im speziellen das Astra Kulturhaus, aufsuchen. Hierhin hat es heute die Symphonic-Metaller Beyond The Black, wie schon im November 2015, verschlagen; damals noch mit anderer Besetzung. Aufgrund der hohen Nachfrage wurde die Veranstaltung vom Kesselhaus in die größere Location verlegt. Auch diese vermeldet: Ausverkauft!

Musik für jedermann

Die mediale Präsenz der Band in letzter Zeit hat ihre Spuren hinterlassen. Seit der Teilnahme von Sängerin Jennifer Haben bei der VOX-Unterhaltungsshow ‘Sing meinen Song – das Tauschkonzert’ hat sich die Hörerschar doch etwas, naja, nennen wir es erweitert. In der Hauptstadt weniger spürbar als anderswo, wie uns ein Teil des Trupps im Nachhinein verrät; für objektive Betrachter aber eben doch merklich. Macht nichts. Wo Beyond The Black zu ihren Anfangstagen eher als Einsteigerband galten, sind nun eben auch Mama und Papa infiziert. Es gibt (wesentlich!) Schlimmeres als einen Familienausflug zum Metal-Konzert.

Motivierte Newcomer

Bevor das Quintett die Bühne rockt, liegt es an der aufstrebenden Dark Rock-Formation Mister Misery, die Menge in die passende Stimmung zu versetzen. Am freien Tag zuvor noch durch die Straßen Berlins streifend, schreiten die jungen Musiker voller Tatendrang voran. Das Makeup sitzt, die Posen stimmen, muten aber hin oder wieder leicht überzogen an. Während mancher Besucher intensiv darüber philosophiert, welche Schminke die Schweden für ihre Aufmachung verwenden – wer mehr weiß, bitte melden! – beäugt ein bereits voller Saal das musikalische Treiben auf der Bühne.

Nur wenige stehen noch bei Bier oder Zigarette draußen. Regnet auch, ergo, macht keinen Spaß. „Dieser Song ist für alle Rebellen im Haus“, kündigen die Jungs ‘Rebels Calling’ an. Zu Ausschreitungen kommt es jedoch eher weniger bis kaum bis gar nicht. Dennoch hinterlassen Mister Misery insgesamt einen positiven Gesamteindruck und meistern die oftmals schwierige Aufgabe einer Vorband wie echte Profis.

Hysterie

Mit ‘Hysteria’ vom aktuellen Album HEART OF THE HURRICANE starten wenig später die Hauptakteure ihr Programm, gefolgt von ‘When Angels Fall’, ‘Songs Of Love And Death’ (ja, wirklich so früh im Set), ‘Beyond The Mirror’ und ‘Written In Blood’. Zu emotionalen Ballade ‘Unbroken’ ist die Band in wohliges Licht und Nebel getaucht. ‘Spiderweb Of Eyes’ zieht das Tempo an. Geschrieben hat den Song Bassist Stefan Herkenhoff, erzählt die hübsche Sängerin, und gibt weitere Anekdoten zu dessen Entstehungsgeschichte preis.

Zweite Bühne

Für ‘Through The Mirror’, ‘Songs For The Godless’ sowie dem Michael Patrick Kelly-Cover ‘Salve Regina’ wechseln Beyond The Black auf eine zweite Bühne am anderen Ende des Saals und performen die Nummern akustisch. Das anschließende Schlagzeug-Solo nutzt Jennifer, um auf die eigentliche Bühne zurückzukehren, Outfit-Wechsel inklusive.

‘Shine And Shade’ (live hundertfach besser als auf Platte) läutet allmählich das nahende Ender der Show ein. Die Growling-Parts sind hier und da noch ausbaufähig, machen aber dennoch Spaß und stehen der Band ausgesprochen gut – in Zukunft (neues Album?!) bitte mehr davon. Beyond The Black verabschieden sich mit ‘Hallelujah’ und ‘In The Shadows’.

Fazit

Auch weiterhin werden Beyond The Black mit absoluter Gewissheit die Gemüter spalten und ja, über Prosieben-Werbung oder TV-Shows darf natürlich diskutiert werden. Das alles ändert aber nichts daran, dass die Gruppe in den letzten Jahren einen deutlichen Wandel vollzogen hat. Von irgendwas mit „Casting-Produkt“ oder „Jennifer Haben mit Band“ hin zu einer Einheit, der man das, was sie mit ihrer Musik und ihrem Auftreten liefern, wirklich abkauft. Wenn so kommende Generationen für den Metal rekrutiert werden, kann daran nichts falsch sein. Weiter so!

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