Circle Jerks sind weder mit ihrer Musik noch bei ihren Konzerten dafür bekannt, ihre politische Meinung zurückzuhalten. So auch bei einem Konzert in Las Vegas, bei dem Sänger Keith Morris von „Fans“ und Trump-Anhängern als „Verräter“beschimpft wurde, nachdem er sich über die aktuelle Lage in den USA aufgeregt hatte. Ein Fan zeichnete die Konfrontation auf.
Politische Ansagen
Zunächst sprach Morris zu seinen Fans und erklärte: „Wir leben in schrecklichen Zeiten. In vier Monaten werde ich 71 Jahre alt, und in meiner gesamten Zeit auf dem Planeten Erde und dem Kontinent Nordamerika habe ich noch nie eine verdammte Shitshow dieses Ausmaßes gesehen. Das ist eine Ladung Scheiße von Politikern. Die sind echt das Letzte. Selbst Republikaner, die noch denken, dass ihre Typen ihr Wohl wollen, werden von denen übers Ohr gehauen.“
Diese Aussage veranlasste einige Trump-Anhänger in der ersten Reihe, die zudem auch offenbar beleidigt waren, dass der Sänger ihre Platte mitten im Konzert nicht signieren wollte, Morris durchweg den Mittelfinger zu zeigen und ihn lautstark als „Verräter“ zu beleidigen. Daraufhin machte der Frontmann den Störenfrieden eine deutliche Ansage.
Konfrontation
Er sagte: „Ich soll ein Verräter sein? Nein, fuck you. Ich gehe immer zum Wählen und wähle dabei das am wenigsten stinkende Stück Scheiße. Dann bist du nicht für meine Politik hier, sondern für meine Musik? Verstehst du unsere verdammten Lyrics? Verstehst du, worüber wir singen?
Und verstehst du, dass ich finde, dass Donald Trump das größte Stück Scheiße ist, das es je auf dieser Erde gab? Seid ihr verdammte Nazis? Seid ihr verdammte Faschisten? So sieht es jetzt aus: Erstens, ich werde eure Platte nicht unterschreiben. Zweitens, wenn wir das nächste Mal hier in der Stadt sind, könnt ihr verdammt noch mal zu Hause bleiben. So einfach ist das“, ließ Morris seinem Unmut freien Lauf.
Aktiv werden
Ein Lied später wurden die Herrschaften, die das Konzert gestört hatten, von Security-Mitarbeitenden aus der Halle entfernt, da es im Publikum zu Handgreiflichkeiten kam. Der Sänger kommentierte: „Wir sind alle Bürger der Vereinigten Staaten. Das bedeutet nicht, dass wir uns mit diesen Idioten abfinden müssen. Keinem von ihnen.“
Doch selbst dann konnte das Konzert nicht ungestört weitergehen. Nachdem der Frontmann in einer erneuten Ansprache meinte, er hoffe, sein Publikum werde aktiv gegen die Politik im Lande, beleidigte ihn erneut jemand aus der Menge und sagte ihm, er solle sich verpissen. Daraufhin erklärte Morris, die Person solle das Konzert verlassen, wenn ihr das nicht passen würde.
Er kommentierte außerdem erneut die Lage in den USA: „Es heißt immer, ‚Hurra, USA!‘, obwohl wir nebenher Waffen liefern, um Menschen auszulöschen. Diese besserwissenden weißen christlichen Nationalisten sind nichts anderes als bibelschwingende Nazis. Als Greg (Hetson, Gitarrist – Anm.d.Red.) und ich dieses Lied vor 800 Jahren schrieben, hatten wir die gleichen Leute und sie nannten sich die weiße moralische Mehrheit (eine US-amerikanische rechte christliche Vereinigung der Achtziger Jahre – Anm.d.Red.).“
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