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Im Pit bei: Boysetsfire + Support live in Berlin

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Seit nunmehr 20 Jahren machen Boysetsfire Musik und nahmen das Jubiläum zum Anlass, ihre Fans und sich selbst mit einem ganz besonderen Geschenk zu belohnen: Mit drei Shows und einer zusätzlichen Akustikshow pro Stadt lassen sich die Jungs aus Delaware nicht lumpen – eine Tour, die ihresgleichen sucht!

Dienstag, 07.10.2014: AFTER THE EULOGY + Support GWLT

Den Support-Part am Dienstag übernehmen GWLT. Pünktlich um 21:00 Uhr geht es los und mit ihrem Crossover aus Rap und Hardcore, der an SUCH A SURGE erinnert, geben die Münchener alles, um der Crowd ordentlich einzuheizen und auf das vorzubereiten, was danach kommen mag. Mit Songs wie ‚Krrk! & Frieden‘ und ‚Wir sind keine Helden‘ zeigen die Jungs, was sie können und lassen nach einer halben Stunde ein sehr gut aufgewärmtes Publikum zurück, welches dafür mit Applaus und Jubel dankt!

Und schon ist es 22:00 Uhr – Pünktlich erlischt das Licht und der Saal hüllt sich in Dunkelheit. Die Spannung ist kaum auszuhalten. Mit ‚After The Eulogy‘ brettern Boysetsfire schließlich einen Opener, der den Saal in einen überkochenden Hexenkessel verwandelt. „Rise!“ wird zum Schlachtruf und die Menge übertönt lautstark die PA. Ab der ersten Minute lassen sich Crowdsurfer über den Pit treiben, nur um vom Bühnenrand wieder in die Masse abzutauchen. Einen gelungeneren Start hätte es wohl kaum geben können.

Alles wirkt, als wäre es nie anders gewesen: Boysetsfire sind eine Einheit und man merkt ihnen sichtlich an, dass sie Spaß auf der Bühne haben. Immer wieder lächelt Sänger Nathan Gray Leuten aus dem Publikum zu und auch die Ansagen zwischen den Songs lockern die Stimmung immer wieder auf. Obwohl der Frontmann für sich selbst keine Zukunft als „Stand Up-Comedian“ sieht, muss er mit dieser Aufgabe leben, denn seine sympathische Art und seine Witze kommen immer gut an und werden mit Applaus und Jubel aufgenommen.

Doch weiter im Ton: Was die Jungs hier vom Stapel lassen, stellt einfach nur zufrieden. Ohne Kompromisse werden Songs wie ‚Our Time Honored Tradition Of  Cannibals‘ oder ‚Twelve Step Hammer Programm‘ gebrettert und auch die ruhigeren Gemüter kommen nicht zu kurz: Die Zugabe ‚Empire‘ regt zum Mitsingen an und die Masse kann wieder einmal beweisen, wie textsicher sie ist. Bei ‚My Life In The Knife Trade‘ fließen hier und da gar ein paar Tränen.

Nach einer langen und erfolgreichen Zugabe verabschieden sich Boysetsfire mit ‚Closure‘ und freuen sich schon darauf, viele der Gesichter am folgenden Abend wiederzusehen.

Mittwoch, 08.10.14: TOMORROW COME TODAY + Support KMPFSPRT

Eigentlich ist alles genau so, wie man es vom Vortag in Erinnerung hat: Das Lido ist gut gefüllt und die Menge heiß auf alles, was kommen mag.

Den Support-Part übernehmen heute die Kölner Jungs von KMPFSPRT, die Anfang des Jahres ihre neue  LP JUGEND MUTIERT veröffentlicht haben. Mit ihrem Deutsch-Punk haben sie heute die Aufgabe, der Menge einzuheizen und geben natürlich alles. Selbst von einer gerissen Gitarrensaite lässt sich Sänger und Gitarrist Richard Meyer nicht beeindrucken und zieht die Show durch. Mit Hits wie ‚Atheist’ oder ‚Musikdienstverweigerer‘ schaffen es die Jungs, die Masse gut anzufüttern und sehr viele Leute zum Mitsingen zu bewegen.

Nach einer kurzen, aber doch ewig erscheinenden Umpaupause, erlischt das Licht und die Töne des TOMORROW COME TODAY-Openers ‚Evicition  Article‘ ertönen. Ein harter und solider Start, der sofort mit heftigsten Bewegungen aus der Crowd erwidert wird. Fast wie ein Ameisenschwarm bewegt sich das Publikum vor der Bühne und auch die ersten Crowdsurfer und Stagediver sind alsbald am Start und lassen sich über der Menge treiben.

Insgesamt sind nicht nur die Songs heute härter, auch das Publikum gibt Vollgas und lässt den gesamten Club brodeln. Gekrönt wird das Ganze durch eine Wall Of Death, die ‚Rookie’ zum Song des Abends kürt! Aber auch ‚Full Color Guilt‘ oder ‚Release The Dogs‘ werden ausgiebig abgefeiert. Das Lido lebt und bebt, als ob es kein Morgen gebe.  Wieder einmal werden die Songpausen genutzt, um Scherze und ein paar kleine Anekdoten zu erzählen und auch heute stellt sich wieder die Frage:“ Wie kann man nur so verdammt sympathisch sein?“

Nach gut anderthalb Stunden entlassen Boysetsfire das Publikum in den wohlverdienten Feierabend und verabschieden sich auch heute wieder bis zum morgigen Tag – eine Ansage, an die man sich glatt gewöhnen möchte!

Donnerstag, 09.10.14: THE MISERY INDEX + Akustikshow + Support Irish Handcuffs

Akustikshow: ‚Welcome To Soundcheck Tonight!‘

Der letzte Tag der Tour in Berlin – dann ist alles schon wieder vorbei. Grund genug für die Band, nochmal alles zu geben und dem Publikum ein besonderes Schmankerl zu bieten: Das Lido öffnet heute schon eine Stunde früher. Der Grund dafür: Boysetsfire laden zu einer exklusiven Akustikshow.

Schon beim Betreten der Location spürt man das besondere Flair: Vor der Bühne steht ein Extra-Podest, welchem durch eine Wohnstuben-Stehlampe das gewisse Extra verliehen wird; fast jeder Gast sitzt auf dem Boden und entspannt bei gedämpftem Licht. Kurz nach 19:30 Uhr betreten Nathan und Chad die Bühne. Die beiden spielen eine Setlist, die nicht schöner sein könnte: ‚Let It Bleed‘, ‚Deja Coup‘, ‚10 And Counting‘ oder auch ‚Closure‘ erklingen in einem völlig neuem Gewand. Dem Sitzpublikum gefällt, was es hört. Bis auf Nathan und Chad, die zwischendurch aufgrund der ungewohnten Situation peinlich berührte Scherze reißen, ist es mucksmäuschenstill und jeder genießt diese Ruhe vor dem Sturm. Nach einer guten halben Stunde ist es vorbei und die Anwesenden bedanken sich bei der Band mit tosendem Applaus und Standing Ovations.

Nun wird die Bühne für die Irish Handcuffs vorbereitet – die Band, die wohl an diesen drei Tagen die schwerste Bürde von allen Supports zu tragen hat: Sie sind nicht nur die Vorband, nein sie sind die Band, die zwischen Boysetsfire spielt. Dennoch ist der Kapelle kein bisschen Nervosität oder Druck anzumerken. Doch irgendwie scheint das Publikum noch etwas in der Entspannungslaune der Akustikshow zu stecken und die Feierlaune kommt nicht ganz durch. Davon lassen sich die Jungs aus Regensburg nicht abschrecken, sie ziehen ihre Show durch und schaffen es letztendlich doch, ein paar Leute vor der Bühne zu Bewegung zu bringen.

Zum letzten Mal erlischt das Licht im Lido, um die fünf Amerikaner zu begrüßen. Heute starten die Jungs mal etwas ruhiger und lassen das Intro vom THE MISERY INDEX-Album ertönen. ‚Walk Astray‘ wird mit einem lautstarken Chor in der Halle aufgenommen. Nachdem bei ‚Requiem‘ alle nochmal beweisen, wie textsicher sie sind, geht es mit ‚Final Communiqué‘ in die Vollen – Das Lido ist wieder einmal erfüllt von Crowdsurfern und Stagedivern und vor der Bühne wuselt es hin und her. Verabschieden möchte sich hier definitiv noch keiner und so setzt das Publikum mit lauten Chören und Pits im Vergleich zu den Vortagen nochmal einen drauf. Auch die Band selbst wirkt am dritten Tag kein bisschen müde oder gelangweilt – die Amerikaner überzeugen einfach durch und durch.

Nachdem abermals Hymnen wie ‚Rookie‘, ‚After The Eulogy‘, ‚Release The Dogs‘ und ‚Empire‘ gezockt wurden, ist es nun leider an der Zeit, sich zu verabschieden. Nach drei Tagen passiert das Unvermeidliche: der letzte Song wird gespielt und ‚Closure‘ ist mit der Zeile „Let it got ‚cause it’s over now“ der wohl passendste Track dafür. Zum letzten Mal schwimmen Crowdsurfer geradewegs zur Bühne, um sich noch einmal persönlich mit Umarmungen von ihren Helden Nathan, Chad, Joshua, Robert und  Dan zu verabschieden.

Was für unglaubliche drei Tage! Alle Hymen wurden mehrmals gespielt und so viele Songs, die man live noch nie hören konnte, durften nun auch einmal das Licht der Welt erblicken. Definitiv ist dieser Drei-Tage-Event ganz oben in der Bestenliste der Konzerte 2014 einzuordnen, wenn nicht sogar als die Nummer 1. Bleibt nur zu hoffen, dass der 21. Geburtstag von Boysetsfire ähnlich gebührend gefeiert wird!

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