Toggle menu

Metal Hammer

Search

Im Pit bei: Iron Maiden in Oberhausen am 24.04.17

von
teilen
twittern
mailen
teilen

Die THE BOOK OF SOULS-Tour von Iron Maiden findet endlich eine Fortsetzung. Nachdem sich die Legenden aus Großbritannien bereits vor einem Jahr im Pott die Ehre gaben, sind sie nun erneut mit vier weiteren Shows in Deutschland unterwegs. Zwei davon finden in der Oberhausener Königpilsener Arena statt. Auf ihrer Tour werden Iron Maiden von den US-Rockern von Shinedown unterstützt, die sich am ersten Tour-Tag in Deutschland auf der Bühne einer mit rund 12000 Fans gefüllten Arena wiederfinden.

Shinedown

Während sich das Innere der Halle nach und nach mit den Menschenmassen füllt, beginnen Shinedown bereits ihre Show, vor zunächst eher wenig Publikum. Voller Motivation kommt die Band auf die Bühne, unübersehbar bemüht, die Maiden-Fans aus der Reserve zu locken und mitzureisen. Obwohl die Band sofort mit einem soliden Auftritt startet, sind die Fans in der ersten Reihe sichtlich abwartend und bleiben in den ersten Minuten eiserne Beobachter. Nichts desto trotz lässt es sich Sänger Brent Smith nicht nehmen, gleich nach dem ersten Song zu betonen, wie dankbar die Band für die „Chance ihres Lebens“ ist und nutzt zugleich die Möglichkeit, sich bei jedem einzelnen Fotografen mit Handschlag für den Support durch die Presse zu bedanken.

Iron Maiden

Als Bruce Dickinson, über einen, vor Nebel überquellenden Kelch steht und die ersten Zeilen von ‘If Eternity should fail’ singt, inmitten einer Bühnenkulisse, die an altes Gemäuer im Maya-Stil erinnert, kann man rasch erahnen, dass sich die heutige Show sehr an das bereits Bekannte, aus dem vergangenen Jahr orientieren wird.

Der Jubel ist enorm. Die Fans freuen sich offenbar, dass das Warten für sie endlich ein Ende gefunden hat. Iron Maiden sind auf den Punkt in altbekannter Frische und mit ihrer gewohnten Dynamik bei der Sache. Mittlerweile haben sich auch die Fans auf den Oberrängen erhoben und feiern die Briten. Der Sound ist dabei fast zu laut und insbesondere die Vocals hätten gerne etwas leiser sein können. Von den oberen Rängen aus ist während der gesamten Show sehr gut zu beobachten, welchen Liedern die Fans ihre Sympathie und Euphorie entgegen bringen. Und ganz klar sind dies nicht die neueren Lieder wie ‘Death Of Glory’ oder ‘The Red And The Black’. Verhalten geht hier und da mal ein Arm in die Luft, in der Mitte der Arena ist ein winziger Pulk doch noch irgendwie in Bewegung, aber die gewaltige Stimmung bleibt aus. Diese entlädt sich ohne jedwede Verzögerung bei dem, in keiner Weise in die Jahre gekommenen ‘The Trooper’ aus dem Jahr 1983 und bricht auch bei ‘Powerslave’ nicht ab.

Eddie stolpert über die Bühne

Auf der Bühne präsentieren Iron Maiden zu jedem einzelnen Song ein anderes Backdrop und auch Bruce Dickinson schlüpft hier und da mal in eine andere Klamotte. Und wer diese Band kennt, ist sich bewusst, dass Eddie in gar keinem Fall fehlen darf. Das überdimensionierte Maskottchen stapft bei ‘Book Of Souls’ ein wenig steif auf die Bühne und macht sich dort auf seine unbeholfene Jagd auf die Bandmitglieder. Diese halten ihn ein wenig zum Narren bevor Dickinson ihm das blutende Herz aus der Brust reist. Etwas enttäuscht über seinen Verlust, macht dieser sich schlussendlich von Dannen, erscheint jedoch in seiner vollen Pracht als riesiger, aufgeblasener Kopf noch ein weiteres mal bei ‘Iron Maiden’.

Gemütlich wird es bei ‘Blood Brothers’. Nachdem Dickinson bemerkt, dass alle Maiden Fans irgendwie wie eine große Familie sind, schunkelt so mancher Fan Arm in Arm. Im Schatten eines Banners das einem Sternenhimmel gleicht ist Eddie zu sehen. Wie ein Vollmond über den genießenden Fans hängt eine beleuchtete Scheibe am oberen Teil der Bühne.

Abgeschlossen wird das Konzert mit ‘Wasted Years’, einem der gefühlt viel zu wenig gespielten Klassikern an diesem Abend.

Bis zum Ende haben Maiden eine gewohnt amtliche Leistung abgegeben und scheinbar nicht eine Sekunde mit ihrer Energie haushalten müssen. Und abgesehen von dem Sound, der hier und da tatsächlich etwas überzogen war, gibt es keinerlei Beanstandungen. Gut, ein Großteil wird viele Klassiker der Band vermisst haben und diejenigen, welche die Briten bereits letztes Jahr auf ihrer Tour oder in Wacken erleben durften, kannten auch die Show bereits, da keine neuen Elemente aufgenommen wurden und auch die Setlist, bis auf eine kleine Änderung die selbe geblieben ist. Nichts desto trotz kann man sagen, dass es einfach immer wieder ein großes Vergnügen ist, Iron Maiden live erleben zu dürfen.

Die Setlist von Iron Maiden in Oberhausen am 24.04.17:

1, If Eternity Should Fail

2. Speed Of Light

3. Wrathchild

4. Children Of The Damned

5. Death Or Glory

6. The Red And The Black

7. The Trooper

8. Powerslave

9. The Great Unkwon

10. The Book Of Souls

11. Fear Of The Dark

12. Iron Maiden

 Zugabe

 13. The Number Of The Beast

14. Blood Brothers

15. Wasted Years

Werbung

teilen
twittern
mailen
teilen
Iron Maiden: Janick Gers rutscht Gitarre aus der Hand

Ups - hoffentlich hat das niemandem richtig weh getan! Iron Maiden-Gitarrist Janick Gers ist bei einer Live-Show in den Vereinigten Staaten von Amerika seine Gitarre aus der Hand geflogen. Und zwar leider in Richtung des Publikums (siehe Video unten)! Das Ganze passierte kurz vor Schluss des Konzerts in San Antonio im Bundesstaat Texas am 25. September. Bruce Dickinson war gerade dabei, sich bei den Leuten zu verabschieden; währenddessen ließ Gers seinen Sechssaiter rotieren. Wohl etwas zu kräftig. Ein Konzertbesucher beschreibt den Fauxpas wie folgt: "Beim letzten Termin der US-'Legacy Of The Beast'-Tour in San Antonio wirbelte Janick Gers seine Gitarre…
Weiterlesen
Zur Startseite