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Im Pit bei: Kreator + Arch Enemy + Sodom + Vader

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Leider ist der Beginn des Abends eine mittlere Katastrophe. Einlass nur ca. zwanzig Minuten vor Beginn des Konzerts kann bei über 3.000 Menschen nur in die Hose gehen. Das hat zu Folge, dass Vader vor einer halbleeren Halle spielen – und die Hälfte des Publikums bei Gig-Beginn noch draußen vor der Location warten muss. In der Halle angekommen, scheint es fast so, dass mehr Tickets verkauft wurden, als das Kontingent hergibt. Eng wäre in diesem Fall noch harmlos ausgedrückt.

Nichtsdestotrotz liefern Vader einen enorm guten Start in den Abend ab. Die Polen haben ihr neues Album TIBI ET IGNI im Gepäck und zocken daraus unter anderem den Midtempo-Stampfer ´Triumph of Death´  und den Kracher ´Hexenkessel´.  Aber auch ältere Klassiker wie ´Carnal´ (BLACK TO THE BLIND, 1997) oder ´Sothis´ (DE PROFUNDIS, 1995) funktionieren bestens.  Mit ´God is Dead´ (IMPRESSIONS IN BLOOD, 2006) endet der erste Gig des Abends wuchtig.

Heimspiel für die nächste Band. Die Ruhrgesteine von Sodom aus Gelsenkirchen feiern das 25-jährige Jubiläum ihres Albums AGENT ORANGE aus dem Jahr 1989. Der Titeltrack wird direkt zu Beginn des Gigs geschmettert. Die Fans lieben es und feiern die Kultband gebührend. Neben ´Ausgebombt´ (AGENT ORANGE, 1989) werden auch noch andere Meilensteile des Thrash Metals wie ´Tired and Red´ (AGENT ORANGE, 1989) gezockt. Onkel Tom und Co. werden frenetisch bejubelt und sind zu Recht einer wichtigsten Bands des Genres.

Frauenpower gibt’s im Anschluss bei Arch Enemy. Denn Frontfrau Alissa White-Gluz steht den Herren der Schöpfung in nichts nach. Stimmgewaltig keift sie den Titeltrack des neuen Albums ´War Eternal´. Nettes Gimmick: Ab Arch Enemy wird das Bühnenbild von einer überdimensionalen Video-Leinwand unterstützt. Doch nicht nur mit den neuen Songs überzeugt White-Gluz auf ganzer Linie, auch ältere Songs wie ´My Apocalypse´  oder ´Nemesis´ (DOOMSDAY MACHINE, 2005), die man bisher live nur von der ehemaligen Sängerin Angela Gossow kannte, sind schlichtweg fett. Mit Jeff Loomis hat die Band außerdem einen weiteren exzellenten Saitenhexer rekrutiert. Der derzeitige Hype um Arch Enemy ist definitiv nicht unbegründet.

Auch Kreator eröffnen ihren Gig mit einer Video-Sequenz. Ganz nett, hätte aber auch gern kürzer ausfallen können. Macht nichts, denn Kreator sind auch im Jahr 2014 immer noch eine Macht. Mille und Co. eröffnen das Set mit ´Violent Revolutution´ (VIOLENT REVOLUTION, 2001) und bringen damit von Beginn an mehr als 3.000 Menschen zum moshen. Weiter geht’s mit ´Civilization Collapse´ vom aktuellen Album PHANTOM ANTICHRIST, welches in gefühlter Lichtgeschwindigkeit gezockt wird. Schnell, schneller, Kreator.

Die Setlist ist durchweg gut gemischt und überzeugt neben neuen Songs wie ´From Flood into Fire´ (PHANTOM ANTICHRIST, 2012) auch mit älteren Hits wie ´Extreme Aggressions´ (EXTREME AGRESSION, 1989) oder ´Pleasure to Kill´ (PLEASURE TO KILL, 1986). Absolutes Highlight: Kreator covern Iron Maidens Kult-Hit ´Number of the Beast´. Die Menge liebt es und grölt jede Textzeile mit.

Zum Abschluss wird die typische, aber immer noch hart gefeierte ´Flag of Hate´ (1986)gehisst. Der Abend endet mit ´Tormentor´ (ENDLESS PAIN, 1985) und einem Circle-Pit im Ruhrpott Style.

Reich beschert, bierselig und zufrieden entlassen Kreator ihre Fans in die Nikolausnacht.

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