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Im Pit bei: Motörhead + The Damned + Skew Siskin

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Düsseldorf ist motörisiert! Nach einem krankheitsbedingt schwachen Jahr 2013 ist Rock’n’Roll Legende Lemmy 2014 wieder zurück und beweist erneut, dass Motörhead zu Recht als die lauteste Band der Welt bekannt sind.

„Hi, we´re are Motörhead and we play Rock’n’Roll“. Artikel-Ende. Nein. Ganz so einfach ist es dann aber doch nicht. Denn bevor die Legende selbst zum Bass greift, dürfen erstmal zwei erstklassige Vorbands ans Werk.

Ein großer Pluspunkt vorweg: Die Veranstaltung ist top organisiert. Pünktlicher Beginn, hilfreiche Mitarbeiter und vor allem eine gut klimatisierte Halle sind Aspekte, die man heutzutage nicht mehr oft vorfindet. Auch der Sound ist an diesem Abend weitestgehend gut, bis auf wenige Ausnahmen hört man kaum Patzer. Man könnte munkeln, dass es daran liegt, dass die Show an diesem Abend für den WDR Rockpalast aufgezeichnet wird.

Skew Siskin eröffnen den Abend in amtlicher Rock’n’Roll Manier. Sängerin Nina C. Alice schmettert Songs wie ‘We’re An Institution’ (PEACE BREAKER, 2007) und ‘Jesus Of Cool’ (ALBUM OF THE YEAR, 2003) mit einer enormen Power in die Menge, dass einem fast die Spucke weg bleibt. Den Motörhead-Einschlag kann man nicht verleugnen und gerade deshalb setzt Lemmy wohl schon seit einigen Jahren auf die Berliner Truppe als Support und hat damit definitiv nichts falsch gemacht.

“Hi we´re The Damned and we are Lemmy’s most favourite Punk Rock Band”. Klare Ansagen bei der britischen Punk Rock Combo The Damned. Seit 1976 sorgen die fünf extravaganten Herren um Sänger Dave Vanian mit einer Mischung aus Sex Pistols & The Who und einem Hauch Queen für Furore. Dass der Weltruhm bist heute auf sich warten lässt, ist völlig ungerechtfertigt. The Damned machen schlichtweg Spaß und beweisen kurzerhand auch noch, dass Punk Rock und Keyboards bestens zusammen funktionieren. ‘Ignite’ (STRAWBERRIES, 1982) oder ‘Smash It Up’ (MACHINE GUN ETIQUETTE, 1979) machen einfach Bock und reißen jeden noch so großen Partymuffel mit.

Dass Motörhead immer noch “everything louder, than everything else” sind, ist vom ersten Ton an klar. Egal ob fast 40 Jahre Musikgeschichte oder krankheitsbedingte Ausfälle, diese Band scheint immer noch nichts stoppen zu können. Motörhead sind auch im Jahr 2014 noch so laut und brachial wie früher: Schlichtweg straighter Rock’n’Roll! Schon der Opener ‘Shoot You In The Back’ (ACE OF SPADES, 1980) macht klar, dass Fronter Lemmy Kilmister wieder fit ist und eine Tour spielt, die sich sehen lassen kann. Die Fans danken es ihm: Was wäre die Vorweihnachtszeit ohne einen deftigen Motörhead-Gig?

Ältere Kult Songs a lá ‘Damage Case’ (OVERKILL, 1979) mischen sich in gewohnter Motörhead Manier mit jüngeren Werken wie ‘Do yYou Believe?’ und ‘Lost Woman Blues’ aus dem aktuellen Album AFTERSHOCK von 2013.

Dass Songs wie ‘Going To Brasil´ (1916, 1991), ´Doctor Rock´ (ORGASMATRON, 1986) und natürlich ´Ace Of Spades´ (ACE OF SPADES, 1980) Pflichtprogramm sind, ist klar, verdeutlichen aber auch noch einmal die Wucht eines Motörhead-Gigs: ‘Overkill’ (OVERKILL, 1979) übertrifft zum Schluss an Lautstärke und Härte noch einmal den gesamten Abend.

Motörhead entlassen ihre Fans zufrieden und mit der Gewissheit, dass Lemmy sicher noch einige Touren auf dem Rock – Olymp fahren wird.

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