Toggle menu

Metal Hammer

Search
Kiss - Exklusive Vinyl-Single in 07/19

Im Pit bei: Rise Against, Pennywise und Emily’s Army

von
teilen
twittern
mailen
teilen

Als Emily’s Army die Bühne gegen 19:30 betreten ist die Halle schon gut gefühlt und das Publikum voller Erwartung auf den kommenden Abend. Mit ihrem, wie sie es selbst nennen, Beach Pop geben die drei Oaklander alles um die Masse anzuheizen und auf den Rest des Events vorzubereiten. Mit Songs wie ‚Broadcast This‘ oder ‚Alien’s Landing‘ liefert die Band eine solide Show und sind somit zu Recht die passende Wahl um auf Pennywise und Rise Against vorzubereiten. Nach ca. 25 Minuten ist der ganze Spaß vorbei und Emily’s Army hinterlassen eine zufriedene Crowd.

Eine Umbaupause, die einem wie eine Ewigkeit vorkommt, später entern Pennywise aus Kalifornien die Bühne und beginnen mit einem Smasher: Der Song ‚Pennywise‘ schreit aus den Lautsprechern und jeder vor der Bühne weiß sofort, was Phase ist. Ein wildes Gerangel und laute Gesangschöre durchdringen die Venue – Niemand scheint still zu stehen und ab der ersten Minute gehört alles, ab einer Raumhöhe von 1,80m den Crowdsurfer, welche sich durch die Halle tragen lassen.

Alles scheint zu stimmen: die Band ist gut drauf, die Masse ist gut drauf, nur der Sound lässt hier und da zu wünschen übrig. Aber wen interessiert dieser Aspekt bei dieser Show? – Richtig! Niemanden! Die Menge tobt und feiert jeden einzelnen Song ab. ‚Same Old Story‘, ‚Society‘ oder ‚Do What You Want‘. Hier wird alles geboten und jeder ist zu frieden. Das merkt man vor allem an einem Punkt der Show: Nach der Aufforderung von Sänger Jim Lindberg, dass alle die Location mit „Rise Against“-Rufen ausfüllen, passiert etwas, was er wohl nicht erwartet hat: Anstatt seine Rufe zu erwidern, bricht ein riesiger Chor aus, der „Pennywise“ gröhlt. Das war wohl nicht Lindbergs Plan, aber zufrieden ist er dennoch. Ein schöner Moment für eine Support-Band.

Als letzten Song geben die vier noch die von allen ersehnte ‚Bro Hymn‘ zum Besten und lassen die Halle für diesen Abend zum letzten Mal mit einem ihrer Chöre zurück. Noch einmal bricht völliges Chaos aus. Nachdem der Song gespielt und die Band die Bühne verlassen hat, stellt sich aber noch keine Ruhe ein. Immer noch ertönt die Melodie der ‚Bro Hymn‘ aus dem Publikum. Bis sie dann nach Minuten verstummt und die Macht der Musik wieder an die Change-Over-Tracks abgibt.

Ein weitere Umbaupause später erlischt abermals das Licht und taucht das Velodrom in eine dunkle Schwärze. Jubel ertönt und schon geht es los. Rise Against betreten die Bühne und geben von Anfang an vors Brett: ‚Ready To Fall‘, ‚Give It All‘, ‚Re-Education (Through Labor)‘. Von Anfang an Hits, Hits, Hits und das Publikum dankt. Bewegung beherrscht alles vor der Bühne und Crowdsurfer lassen sich durch die Menge treiben. Tim McIlrath weiß zu begeistern und zu interagieren.

Schon recht früh geht er bei ‚Give It All‘, dem wohl bekanntestem Song von Rise Against, nach vorn an den Wellenbrecher und hält sein Mikrofon in die Menge und lässt alles die nach genug herankommen mitsingen. Immer wieder schön solche Interaktion sehen zu können. Und auch die Freude in den Gesichtern derer, die noch nie so nah an ihrem Idol, wie in diesem Moment sein konnten, schreibt Bände.

Die vier Jungs liefern eine super Show ab, die vor Abwechslung nur so strotzt. Schnelle Songs, ruhige Songs, Akustik-Songs, neue Songs und auch einen Ramones Cover-Song mit Jim Lindberg von Pennywise – Es wird in den anderthalben Stunden so viel geboten, dass es einem vorkommt, als würde diese Konzert eine Ewigkeit dauern. Doch leider hat auch diese Ewigkeit ein Ende: Mit einer Zugabe (‚Teenage Lobotomy‘ (Ramones Cover mit Jim Lindberg), ‚Make It Stop‘ und ‚Savior‘) verabschieden sich Tim, „Mr. Precision“, Joe und Toni von dem gut gefüllten Velodrom und hinterlassen nach circa anderthalb Stunden eine zufriedene und ausgepowerte Crowd.

Damit neigt sich ein sehr guter Abend, die mit einem super LineUp glänzen konnte dem Ende zu. Obwohl der Sound hier und da zu wünschen übrig ließ, kann man diesen Abend defintiv als Highlight verbuchen!

Setlist Rise Against:

1. Ready to Fall

2. Give It All

3. Re-Education (Through Labor)

4. Behind Closed Doors

5. Tragedy + Time

6. The Good Left Undone

7. Like the Angel

8. I Don’t Want to Be Here Anymore

9. Help Is on the Way

10. Chamber the Cartridge

11. Drones

12. Prayer of the Refugee

13. Alive and Well

14. Audience of One

15. Satellite

16. Hero of War

17. People Live Here

18. Swing Life Away

Zugabe:

19. Teenage Lobotomy  (mit Pennywise)

20. Make It Stop (September’s Children)

21. Savior

Anzeige

iPhone XR für 1 €* im Tarif MagentaMobil L mit Top-Smartphone

  • 6,1″ Liquid Retina Display
  • leistungsstarker Smartphone Chip
  • revolutionäres Kamerasystem

Bei der Telekom bestellen

Anzeige

teilen
twittern
mailen
teilen
Darum ist ‘Star Wars’ auch im Metal die Macht! Musiker als Fans

Für manche Menschen findet Weihnachten dieses Jahr eine Woche früher statt. Wenn am 17. Dezember 2016 mit ‘Episode VII – Das Erwachen der Macht’ die ‘Star Wars’-Saga im Kino ihre Fortsetzung erfährt, sind selbst bei gestandenen Männern glänzende Augen vorprogrammiert. Darunter auch eine Reihe von Musikern, die sonst eher im härteren Kontext von sich Reden machen. Wir sprachen stellvertretend mit Jon Schaffer (Iced Earth), Claudio Sanchez (Coheed And Cambria), Janne Wirman (Children Of Bodom), Jan Hoffmann und Janosch Rathmer (Long Distance Calling), Felix Bohnke (Edguy) sowie Bill Kelliher (Mastodon) über ihre zweite große Leidenschaft und warum ‘Star Wars’ auch im…
Weiterlesen
Zur Startseite