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Im Pop-Rock Pit bei: 3 Doors Down + Pop Evil

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Pop Evil

Bevor es mit der eigentlichen Hauptattraktion losgeht, überzeugen POP EVIL nicht nur durch unterhaltsame Musik. Denn was sich hinter dem Schlagzeug zu erkennen gibt, ist die neue Trommlerin, die ihre Vorgänger Chachi Riot kürzlich ersetzte. Dass Hayley Cramer den Platz hinter den Kesseln trotz ihrer eher zierlichen Figur verdient hat, macht sie vom ersten bis zum letzten Song klar. Im Gegensatz zu den vier Mannen auf der Bühne, die eher festgewachsen dastehen, weiß sie nämlich, wie man alle Blicke auf sich zieht. Nach einer knappen Dreiviertelstunde, in der unter anderem ‘100 In A 55‘, ‘Last Man Standing’ und ‘Boss’s Daughter’ aus den Verstärkern dröhnten ist dann auch schon Schluss. Sänger Leigh Kakaty bedankt sich ausgiebig, hält im Zeichen seiner Verbundenheit eine Deutschlandflagge mit Pop Evil-Aufschrift gen Meute und übergibt somit die Headliner.

3 Doors Down

Diese lassen allerdings lange auf sich warten. Um 21:30 fällt endlich das Banner und dahinter erscheint eine weiße Leinwand, die von zwei Baumsilhouetten umrahmt wird. Das Publikum macht klar: 3 Doors Down stehen auf der Bühne. Dass der Sound beim ersten Song noch eingependelt werden muss, nehmen die Fans der Band nicht übel. Gesanglich stabiler geht es mit ‘Not My Time’, ‘Let Me Go’ und ‘In The Dark’ weiter. Während die Amerikaner ihre bekanntesten Lieder, darunter genauso viele Schnulzen wie Rocksongs, spielen, werden auf die Leinwand das Bandlogo und verschiedene Videofragmente projiziert.

Die schöne Kulisse gerät beim Gitarrenintro von ‘Kryptonite’ aber schnell in Vergessenheit. Stattdessen singen die Fans lauthals mit und tanzen bis hin zu den hinteren Reihen. Nach einer kleinen Jazz-Einlage verabschiedet sich die Band und verlässt die Bühne. Wie, fertig? Da fehlt doch noch was?

Genau! Deshalb kommt die Band nach einer kurzen Pause zurück auf die Bühne um ihre wohl bekannteste Ballade ‘Here Without You’ zu spielen. Zu Tränen gerührte Mädchen kuscheln sich in die Arme ihrer männlichen Begleitung und übertönen mit ihrem Gesang sogar Sänger Brad Arnold. Na gut… das eine Radioband die Columbiahalle derart zum Kochen bringt muss ein Talent für sich sein! Nach drei weiteren Liedern ist der Abend auch schon beim letzten Song angekommen. Passend wurde dafür ‘When I´m Gone’ ausgewählt.

Dass das Konzert in den Augen des Publikums ein voller Erfolg war ist deutlich zu hören. Denn noch auf dem Weg zur U-Bahn hört man immer wieder Textfragmente wie: „I’ll keep you by my side / with my superhuman might / Kryptoniteeeee“

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