Toggle menu

Metal Hammer

Search

Im Progressive-Ohrensessel bei: Opeth

von
teilen
teilen
twittern
teilen
mailen

Berlin, Wuppertal, Offenbach. Was sich wie die Auswärtstour eines unterklassigen Fußballclubs liest, ist tatsächlich die Jubiläums Tour der Schweden von Opeth. Und das aus einem ganz besonderen Grund. Das 25 Jährige Bandbestehen wird in exklusiver Kulisse zelebriert. An diesem Dienstagabend zieht es Åkerfeldt und Band ins Bergische Land. Genauer: In die Historische Stadthalle von Wuppertal.

Der Saal prunkt und protzt nur so vor Gold und man könnte meinen, man befinde sich inmitten eines Sissy Films. Mit Metalheads. Tatsächlich wirkt der Abend zu Beginn beinah surreal: Gold und Glanz wohin man schaut. Gesittete Stuhlreihen statt fliegender Mähnen. Und doch passt alles auf irgendeine skurrile Art und Weise perfekt zusammen, denn Opeth lassen sich eben in keine Schublade stecken.

Die ersten 90 Minuten der Show sind bekannt: Das Album GHOST REVERIES (2005) wird in voller Länge gezockt. Untermalt wird die Show von Video Einblendungen und fantastischem Licht, dass die Stadthalle in einen goldenen Schein taucht.

Der Sound ist dermaßen bombastisch dann man gleich bei den ersten Tönen in einen anderen Kosmos abdriftet. Åkerfeldts einmalige Stimme füllt den Saal bis in die letzten Ecken und man ist hin und hergerissen zwischen zaghaftem Headbangen und dem Genießen dieser besonderen Atmosphäre.

Nach beinah jedem Song klatscht sich das Publikum in Ektase und Åkerfeldt – ganz der Profi – begrüßt dies mit seiner typischen tiefenentspannten Art. ‘Isolation Years’ beendet nicht nur GHOST REVERIES  sondern auch das erste Set. Für den zweiten Part verspricht Åkerfeldt eine „Happy Techno Party“ und entlässt die Fans damit in eine gut zwanzigminütige Pause. 

Der zweite Teil der Show ist nicht minder spektakulär: Die Setlist ist ein Querschnitt der Opeth-Diskographie und neben älteren Ausnahmehits wie ‘Leper Affinity’  (BLACKWATER PARK, 2001) werden auch neue Songs wie ‘Eternal Rains Will Come’ vom aktuellen Album PALE  COMMUNION gezockt. Vor allem dieser zweite Part zeigt eindeutig welche Bandbreite die Schweden seit 25 Jahren an den Tag legen.

‘Master´s Apprentices’ (DELIVERANCE , 2002) beendet vorerst den Abend, bevor es mit  ‘Lotus Eater’ (WATERSHED, 2008) noch einmal richtig fett wird. Jetzt sitzt niemand mehr still auf seinem Platz und die historische Stadthalle verwandelt sich in einen Headbangers Ballroom.

teilen
teilen
twittern
teilen
mailen