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Interview mit Between The Buried And Me

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Schön dich hier anzutreffen. Ihr seid mit Between The Buried And Me derzeit für ein paar Europa-Konzerte unterwegs. Wie läuft die Tour bisher?
Sehr gut, wir sind jetzt seit acht Tagen in Europa und waren kürzlich in Berlin und Hamburg. Davor waren wir in Skandinavien: immer alles schöne Orte, aber ich komme mit der Kälte nicht so gut zurande.

Bist du mehr der Sommermensch?
Ja, also aus meiner Heimat kenne ich keine wirklich kalten Winter.Den gibt es zwar, aber es schneit nicht. Die Temperaturen gehen vielleicht mal knapp unter den Nullpunkt. Und dann reagieren wir schon alle so, als wäre es das Ende der Welt. Als wir vor einer Weile mal in Kopenhagen gespielt haben – und ich liebe diese Stadt, es ist eine meiner liebsten in Europa – war es einfach viel zu kalt und ich konnte nichts machen. Dieses Mal war jedoch die perfekte Jahreszeit. Wir hatte also viel Spaß dort.

Ihr spielt bei euren Konzerten derzeit überall ein zweigeteiltes Set, so wie auch heute Abend. Was ist die Idee dahinter und wie wird das ablaufen? Spoiler gerne!
Wir dachten, es wäre cool hier mal etwas besonderes zu versuchen. In Europa spielen wir normalerweise meist als Support für andere Bands. Uns gibt es mittlerweile um die zwanzig Jahre und wir haben viel Musik in der Zeit veröffentlicht. Wir waren einfach neugierig, wie das sein würde, wenn wir als Band, Material aus jeder Zeit auf die Bühne bringen würden; ob Leute daran Interesse hätten. Das haben wir vorher noch nie so gemacht, nicht in den Staaten, nirgendwo. Wir wussten, dass das dann kleine Shows werden, aber wir wollten die Idee trotzdem gerne umsetzen und es macht tatsächlich echt Spaß. Die Leute sind echt dabei. Wir hatten schon Angst, wir würden das erste Set spielen und nach der Pause sind auf einmal alle weg, weil sie die Schnauze voll haben. Aber nein, die Leute bleiben bis zum Schluss.

Wie habt ihr euer Set aufgebaut. Fangt ihr mit den älteren Sachen an oder mischt ihr alles wild durcheinander?
Es ist schon eher durchmischt. Es sind einige wirklich wirklich alte Sachen dabei, das meiste davon ist im ersten Set, Das ist aber auch gemischt mit etwas neueren Sachen. Im zweiten Teil fokussieren wir uns dann hauptsächlich auf neuere Sachen. Bei der Zugabe spielen wir danach unsere Hits, die Lieder, die die Leute wirklich hören wollen. Deswegen müssen sie auch bis zum Ende bleiben! (lacht) Unsere Setlist basiert eher darauf, wie die Songs aufeinander aufbauen und zusammenpassen. Wir reden nicht gerne in den Pausen, dewegen versuchen wir alles in einem Fluss zu halten und ich denke da haben wir eine gute Zusammenstellung gefunden.

Also ist es eher ein rein musikalisch aufeinander aufbauendes Konstrukt? Ihr erzählt keine Geschichte auf der Bühne?
Nein, das wäre aber echt interessant mal ein Live Set zu gestalten, das ein Konzept innehat. Das wäre wahrscheinlich schwierig zustande zu bringen. Vielleicht eines Tages! Ich glaube dafür braucht man eine ziemlich fette Produktion, Anschauungsmaterial und Ähnliches, was wir uns hier leider nicht leisten können umzusetzen. Aber es ist keine schlechte Idee.

Habt ihr den Stil eurer Lieder denn irgendwie aneinander angepasst oder modernisiert?
Ich hatte erst darüber nachgedacht, das zu tun! Das alte Material ist schon sehr anders. Auf mich wirkt es als wäre es ein Leben lang her. Wir sind mittlerweile sehr andere Musiker. Einiges davon ist auch schwierig zu spielen, weil ich soetwas längst nicht mehr spiele, deswegen habe ich mit manchmal so meine Probleme und fühle mich zum Teil als würde ich fremde Musik spielen. Deswegen dachte ein Teil von mir dann auch, es wäre leichter es mehr unserem jetzigen Stil anzupassen, aber ich habe mich dann dazu entschieden, das nicht zu tun. Ich will es live gerne so präsentieren, wie wir es auch damals gespielt haben und es „original“ lassen. Das in herausfordernd, aber ich finde, es ist wichtig, altes Material auch so zu spielen, wie man es einmal geschrieben hat. Auch wenn ich bei manchen Stellen echt dachte: ‘Oh man, was ist das? Das muss ich ändern!’ Es ist einfach wie eine Zeitkapsel und hat seine Wertigkeit und das sollte ich anerkennen. Beim Schlagzeug hingegen gab es ein paar kleine Änderungen.


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As I Lay Dying: Der Neuanfang

Das komplette Interview mit As I Lay Dying findet ihr in der METAL HAMMER-Oktoberausgabe 2019, erhältlich am Kiosk oder über diesen Link: >>www.metal-hammer.de/as-i-lay-dying<< In der METAL HAMMER-Titelgeschichte geht es nicht nur um Tim Lambesis, sondern natürlich auch um seine Band-Kollegen, die sich nach 2013 öffentlich von ihm abgewandt hatten, Wovenwar gründeten und nun doch wieder vereint als As I Lay Dying das neue Album SHAPED BY FIRE vorstellen. METAL HAMMER: Was war schwieriger: die Freundschaft oder eine musikalische Basis aufzubauen? Josh Gilbert: Für mich war der erste Punkt definitiv komplexer. Unsere persönlichen Beziehungen gestalteten sich generell kompliziert. Musikalisch gab es…
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