Die Osbournes sind in der Reality TV-Serie ‘The Osbournes’ als liebenswerte Chaoten bekannt geworden. Besonders Familienoberhaupt und Black Sabbath-Frontmann Ozzy Osbourne war jedoch schon vorher für seine Exzesse bekannt. Wie sich der Rockstar als Vater geschlagen hat, und was er seinem Sohn mit auf den Weg gegeben hat, erzählt Jack Osbourne im Leave No Doubt Fatherhood-Podcast.
Ethos der Arbeiterklasse
Jack meint: „Das erste, woran ich immer denke ist, dass mein Vater ein großartiges Arbeitsethos hatte. Alle denken immer, dass er als Rockstar wild gewesen sein muss. Viele denken dann an Axl Rose, der sich vier Stunden Zeit ließ, um auf die Bühne zu gehen und so Randale auslöste.
Versteht mich nicht falsch: Mein Papa hatte seine Momente. Aber er wuchs in der Arbeiterklasse auf. Beide seiner Eltern arbeiteten in Fabriken. Er bekam als Kind im Jahr ein Paar Schuhe und wuchs nicht mit irgendeinem Vermögen oder Überfluss auf.“
Ozzys Ratschläge
„Er respektierte die Arbeit und das Privileg seines Jobs. Er wusste immer, dass er so schnell wieder weg sein könnte, wie er gekommen war. Das ist etwas, dass mir immer aufgefallen ist und das er immer mit mir geteilt hat. Er sagte immer, dass man die Leute, die man auf dem Weg nach oben kennenlernt, auch auf dem Weg nach unten wieder sehen würde“, führt Osbourne aus. „Dass man gut zu den Menschen sein sollte, mit denen man arbeitet. Dass man auch auftauchen sollte, wenn man gesagt hat, dass man da sein würde, dass man seine Arbeit machen soll.“
Ein Ratschlag ist Jack besonders im Kopf geblieben: „Er meinte immer, wenn du es nicht sofort schaffst, versuche es wieder und wieder. Ich glaube, das Arbeitsethos wurde ihm von seinem Vater so eingeprägt. Mein Großvater arbeitete sein Leben lang nachts in einer Werkzeugfabrik.“
Ozzy Osbourne als Vater
Dennoch war das Leben mit Ozzy Osbourne als Vater nicht immer rosig, wie sein Sohn zugibt: „Natürlich gab es Zeiten, in denen er nicht das großartigste Elternteil war. Er kam aus einer Zeit, in der sich Väter nicht viel um ihre Kinder kümmerten. Sie gingen zur Arbeit, machten ihr Ding. Als wir Kinder waren, gab es Streit. Als Teenager streitet man sich mit seinem Vater.
Ich weiß noch, dass er mich mal fragte, was ich denn zu jammern hätte, dass es mir doch an nichts fehlte. Ich sagte ihm, dass ich einen Vater wollte — eine Beziehung mit ihm. Er hatte seine eigenen Schwierigkeiten und Suchtprobleme, mit denen er sein Leben lang zu kämpfen hatte. Das ist immer ein großer Keil in jeder elterlichen Beziehung“, reflektiert Jack.
Osbourne erklärt weiter: „Es geht bei der Elternschaft darum, aus den Fehlern der eigenen Eltern zu lernen. Man sucht sich aus, was man mochte und was nicht. Und das ist okay, weil unsere Eltern genau dasselbe gemacht haben. […] Das ist das Geschenk, das wir unseren Kindern geben. Wenn sie es verstehen, geben wir ihnen die Spielanleitung, für wenn sie bereit sind, Eltern zu werden.
—
Bestens informiert über dieses und alle weiteren wichtigen Themen im Metal bleibt ihr außerdem mit unserem Newsletter. Einmal pro Woche flattert euch übersichtlich sortiert ein Update ins Postfach. Einfach anmelden, damit euch auch sicher nichts entgeht.
