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Jay Buchanan: „Das ganze Stadion hatte Tränen in den Augen.“

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Das komplette Interview mit Jay Buchanan von Rival Sons findet ihr in der METAL HAMMER-Februarausgabe 2026, erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!

METAL HAMMER: Stilistisch bewegts sich die Platte zwischen Gospel, Soul, Roots und Americana. Repräsentiert dies deine persönliche Plattensammlung?

Jay Buchanan: Ich liebe und lebe Musik: Rock, Soul, Gospel, Country. Aber auch Sachen wie Afrika Bambaataa oder Fela Kuti, der zu meinen Top-fünf-Lieblingskünstlern aller Zeiten zählt. Genauso mag ich Samba und Klassik. Und ich liebe Jazz. Aber ich bin weder Jazz- oder Samba-Musiker noch ein nigerianischer Künstler, der psychedelische Tanzplatten macht. Insofern sind meine Solosachen in meiner musikalischen Sprache verfasst. Dazu gehört vor allem auch Walzer. Dieser Takt ist einfach mein favorisiertes Transportmittel, um eine Geschichte zu erzählen. Ich schreibe fast mehr Walzer als alles andere. Selbst bei Rival Sons, wenn man an Songs wie ‘Jordan’ oder ‘Where I’ve Been’ denkt.

MH: Du hast anfangs deine Rolle im Film ‘Springsteen: Deliver Me From Nowhere’ erwähnt. Du spielst darin neben den Kiszka-Brüdern von Greta Van Fleet den Sänger der Band Cats On A Smooth Surface. Wie war das für dich?

JB: Jake und Sam Kiszka sind meine Kumpel. Dave Cobb hat mich als einer meiner besten und engsten Freunde vermittelt. Mit Regisseur Scott Cooper und Jeremy Allen White (Springsteen-Darsteller und Star aus ‘The Bear’ – Anm.d.A.) zu arbeiten, war einfach phänomenal. Sie haben mich auf Daves Anraten meine Parts beim Dreh live singen lassen, während die anderen ihre gemimt haben. Ich habe also nicht mal geschauspielert.

„Alle haben sich gegenseitig geholfen.“

MH: Deine wohl bewegendste reale Bühnenerfahrung des Jahres war sicher der Auftritt der Rival Sons beim Ozzy-Tribut ‘Back To The Beginning’ in Birmingham…

JB: Was Ozzy, Black Sabbath und Sharon für die Band getan haben, ist unfassbar, und der Tag in Birmingham hat dem Ganzen die Krone aufgesetzt. Das war ein historischer Tag für die Rock-Musik, und ein Teil davon sein zu können, war für alle Anwesenden sehr emotional. Wenn so viele Bands zusammenkommen, kann es insbesondere backstage manchmal zu einer Schwanz­vergleich-Show avancieren. Aber nicht dort. Alle haben sich gegenseitig geholfen und unterstützt. Dazu konnte ich mit meinem Kumpel Robert Trujillo im Publikum Sabbath und Ozzy spielen sehen.

Ich konnte mal wieder mit Nuno, Steven Tyler und Jason Momoa abhängen. Und mit meinen alten Freund Sammy Hagar. Er, Travis Barker und ich stammen alle aus derselben Stadt und wir hatten die Chance, ein gemeinsames Foto zu schießen. Als Ozzy dann sang, hatte das ganze Stadion Tränen in den Augen. Wir alle realisierten erst später, dass das sein Schwanengesang gewesen ist. Ich werde diesen Tag nie im Leben vergessen.

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Frank Thießies schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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