Toggle menu

Metal Hammer

Search
Kiss - Exklusive Vinyl-Single in 07/19

Kat Katz echauffiert sich über Frauenfeindlichkeit im Metal

von
teilen
twittern
mailen
teilen

Im Oktober letzten Jahres verließ Sängerin Kat Katz nach knapp zehn Jahren ihre Grindcore-Kollegen von Agoraphobic Nosebleed. In einem damaligen Statement gab die Sängerin bekannt, dass sie es leid sei, wie sie als Frau in der Band behandelt wurde und dies der Grund ihres Austritts sei. Kat hat jetzt ein Interview für Cvlt Nation gegeben, ihr erstes seit der Trennung von Agoraphobic Nosebleed, in dem sie einige Ereignisse ausführt, die zu ihrer Entscheidung geführt haben.

Darauf antwortete Kat, die Banddynamik habe sich verschlechtert, nachdem sie anfing, ihre Meinung offener auszudrücken:

„Mein früherer Bandkollege ist es nicht gewohnt, dass die Leute ihm widersprechen und ich glaube nicht, dass die Tatsache, dass ich eine Frau bin, das besser gemacht hat. Ich glaube, dass der Hauptgrund, warum es so schnell auseinanderfiel, darin bestand, dass er sich Wochen bevor ich ging, an mich ranmachte, wodurch ich mich sehr unbehaglich fühlte.

Ich habe es nicht erwartet. Wir waren schon oft im selben Hotelzimmer gewesen und es war noch nie etwas passiert. Es war nicht nur mir gegenüber respektlos, sondern auch gegenüber seinen Mitmenschen und er brachte mich damit in eine schreckliche Lage. Ich weiß nicht, wie er davon ausging, dass diese Situation auf irgendeine Weise positiv für die Band und seine Beziehung sein könnte.“

Ähnliche Erfahrungen mit früheren Bandkollegen

Auch in ihrer vorherigen Band Salome hatte Kat ähnlichen Erfahrungen mit einem ihrer Bandkollegen gemacht. Diese hatte die Musikerin daher ebenfalls verlassen.

„Ich dachte, ich hätte eine gute Freundschaft mit dem Schlagzeuger von Salome, bis er sich dazu entschied, dass er eine sexuelle Beziehung führen will. Als ich nein sagte, griff er zu typischen Mustern von Mobbing und Manipulation.

Ich habe jahrelang versucht, unsere Beziehung als Bandkollegen wieder zum Laufen zu bringen, bis mir klar wurde, dass ich damit allein war. Ich habe mir dann versprochen, dass ich nicht wieder den Preis für die Selbstsucht einer anderen Person zahlen würde. Als meine Agoraphobic Nosebleed-Bandkollegen dieselbe Respektlosigkeit mir gegenüber zeigten, ging ich, bevor sie mehr Schaden anrichteten.“

Ein allgemeines Problem im Metal?

Anschließend wurde Katz gefragt, ob sie denkt, dass Frauenfeindlichkeit im Metal allgemein eine große Rolle spielt. Darauf antwortete die Sängerin:

„Jede Frau kämpft gegen das Stereotyp der ‘hysterischen Frau’ und ich war extrem enttäuscht von meinen Bandkollegen, dass sie dies ausnutzten. Die Menge an Narzissmus, Drama und Unsicherheit, die ich von Männern im Metal mitbekomme, ist erstaunlich und bringt keine Konsequenzen. Als Frau zeigt man Wut, man spricht sie aus und wird automatisch als ‘verrückt’ bezeichnet.

teilen
twittern
mailen
teilen
11 Hardcore-Alben der 2000er, die man gehört haben muss

Ähnlich wie bei Kollege Eike "Core" Cramer (wie unser Online-Redakteur von Teilen der Facebook-Community ignoranterweise gerne genannt wird) stand auch bei mir, selbst aktiv in der Szene, Hardcore in den 2000er Jahren hoch im Kurs. Dennoch haben wir in dieser Hinsicht ein komplett unterschiedliches Jahrzehnt erlebt. Disclaimer: Alle die bei "Hardcore" im METAL(!) HAMMER schon Schnappatmung bekommen, hören am besten jetzt schon auf zu lesen. Allen anderen: Viel Spaß mit meiner höchst subjektiven und unvollständigen Liste! Eine Playlist der hier aufgeführten Bands findet ihr direkt unter dem Artikel. 11 Hardcore-Alben der 2000er, die man gehört haben muss Beginnen wir mit einem Konsens-Album:…
Weiterlesen
Zur Startseite