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Kiss wollen Karriere mit einem Knall beenden

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Gene Simmons tat mal wieder das, was er am besten kann: „Wir sind die am härtesten arbeitende Band im Showbusiness. Ich trage über 20 Kilo Rüstung und Verzierung mit mir rum, stehe auf 18cm hohen Absatzschuhen, spucke Feuer, muss durch die Luft fliegen und all das. Wenn Bono oder Mick Jagger, die wir alle lieben, dasselbe anziehen und tun müssten, was ich tue, würden sie das keine Stunde lang aushalten – sie könnten es einfach nicht.“

Der harte Weg

Im Nachhinein gesehen räumt Simmons ein, dass es cleverer gewesen wäre, wie U2 oder The Rolling Stones einfach mit Sneakers und T-Shirt auf die Bühne zu gehen. „Aber nein, wir hatten uns für den harten Weg entschieden. Wenn wir über 70 sind, können wir das nicht mehr tun. Ich bin jetzt 67 Jahre alt, wir können also noch ein paar Jahre weitermachen“, so der Kiss-Bassist.

„Sollte es an der Zeit sein, zu gehen, werden wir das tun – aber das richtig: Ich denke da an etwas, das den kompletten Planeten rockt – eine weltweite Party, eventuell kostenlos.“ Sänger und Gitarrist Paul Stanley äußert sich diesbezüglich immer wieder etwas anders, sieht er doch sich und Gene als ersetzbar an, seit Kiss nicht mehr im Original-Line-up existieren.

Kulicks Erinnerungen

Diese zweigeteilten Meinungen bei Simmons und Stanley musste auch Bruce Kulick (Kiss-Mitglied von 1984–1996) dereinst erfahren: „Es war immer eine Herausforderung, mit einer Song-Idee sowohl Gene als auch Paul zu überzeugen. Wenn man dem einen etwas vorgespielt hatte, was es für den anderen tabu. Man musste genau abwägen, wem man was zeigt.“

„Ich nahm es als interessante Dynamik innerhalb der Gruppe wahr“, so Kulick weiter. „Es war wie in einer Familie unter Geschwistern: Dem einen erzählt man was, aber der oder die andere darf nichts davon wissen.“

Thomas Sonder schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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Kiss: Ein halbes Jahrhundert DESTROYER

Nach drei Studioalben, die eher Achtungserfolge waren, und dem Live-Durchbruch ALIVE! (1975), der immerhin Goldstatus erreichte, standen Kiss an einer Kreuzung: weiter rumpeln oder endlich groß denken. Sie entschieden sich für Letzteres - und holten sich dafür einen Drill Sergeant ins Studio, um ihr viertes Studioalbum DESTROYER aufzunehmen. Bob Ezrin: Der Mann mit der Trillerpfeife Produzent Bob Ezrin, zuvor schon für Alice Cooper verantwortlich, hörte sich die 15 Songs des Kiss-Demos an und fand sie… sagen wir: ausbaufähig. Nur ‘Detroit Rock City’ und ‘God Of Thunder’ hatten für ihn echtes Potenzial. Der Rest wurde zerlegt, umgebaut oder später für andere…
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