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Lamb Of God: Interview mit Chris Adler in China

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Backstage bei Lamb Of God im Beijinger Star Live House: Während Veranstalter, Securitys und mehr oder weniger wichtige Leute wie aufgeschreckte Ameisen durch die Gänge hasten, ist Drummer Chris Adler die Ruhe selbst. Er streicht sich angesichts des Durcheinanders gelassen durch den beeindruckenden Bart und macht lieber noch eine Pulle Bier auf. „Wo wir sind, ist sowieso immer Chaos – aber wir können halt nicht überall sein,“ kommentiert er das Geschehen lapidar.

Immerhin, an diesem Tag spielen Lamb Of God zum ersten Mal in China. Ursprünglich war noch eine Show in Shanghai angesetzt – doch die wurde kurzerhand von den lokalen Behörden abgewürgt: „Wir konnten sie nicht davon überzeugen, dass wir keine anti-religiöse Band sind. Das ist natürlich ziemlich merkwürdig, denn erstens haben unsere Texte keinen Bezug zu dieser Thematik und zweitens ist China ein atheistisches Land. Es hätte uns nicht gewundert, wenn wir aus politischen Gründen Probleme bekommen hätten, immerhin haben die Beziehungen zwischen China und den USA in den letzten Wochen gelitten [Waffenverkauf an Taiwan, Google-Affäre, Wechselkursfrage etc. – Anm.d.Verf.]. Dass wir ausgerechnet wegen unseres alten Bandnamens [Burn The Priest – Anm.d.Verf.] nicht in Shanghai spielen dürfen hat uns zwar überrascht, aber immerhin spielen wir jetzt zwei Shows in Beijing.“

Und die hatten es in sich. Doch wenn man schon mal in China ist, soll natürlich auch das Vergnügen nicht zu kurz kommen: „Üblicherweise bleibt zu wenig Zeit, um sich die Städte in denen man spielt ein wenig anzuschauen. Wenn wir durch die USA touren, gibt es diesen Witz, dass wir jeden Abend sagen: ‚Wie schön, endlich wieder in Minnesota zu spielen!’ Im Tourbus fühlt sich einfach jeder Tag gleich an. Das hier ist natürlich etwas anderes, deshalb haben wir Wert darauf gelegt, einen zusätzlichen Day-off in Beijing einzuplanen. Morgen schauen wir uns die Große Mauer und die Verbotene Stadt an. Das sind Orte, von denen ich schon während meiner Kindheit geträumt habe. Dass wir jetzt hier spielen dürfen, ist natürlich der Oberhammer!“


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