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Limp Bizkit: Wes Borland gelangweilt von Metal

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Ein Instagram-Kommentar von Limp Bizkits Wes Borland, der den Eindruck erweckte, der Gitarrist habe keinen Spaß mehr an Konzerten seiner Band und verspotte Fans, war laut Borland nur als Witz gedacht.

Am 28. Januar, kurz vor seinem 40. Geburtstag, postete Limp Bizkit-Gitarrist Wes Borland einen Kommentar zum anstehenden Live-Auftritt seiner Band auf der ShipRocked-Kreuzfahrt, an der auch Bands wie P.O.D., Filter, Sevendust und Living Color teilnehmen:

„Ich kann es kaum erwarten, mit Steroiden vollgepumpte, Bräunungsspray verwendende, mit Jello-Shots abgefüllte Deppen zu sehen, die ihre beste, betrunkene Mixed Martial Arts-Nachahmung auf dem Top Deck hinlegen“, versucht sich Borland an einer Klischeebeschreibung von Limp Bizkit-Fans.

„Ich will alle anderen abgehalfterten 90er- und Früh-2000er-Bands der Kreuzfahrt aufrufen: Lasst uns diesen Leuten das wilde, alkoholbefeuerte Nostalgiefest bieten, für das sie bezahlen! Ich bin mir sicher, wir schaffen das, so lange wir nur alle tief genug herunterstimmen.“

Der Kommentar des Limp-Bizkit-Gitarristen löste unmittelbar heftige Reaktionen aus, so dass sich Borland genötigt sah, über Twitter den Kommentar unter dem Hashtag #nosenseofhumor als Scherz seinerseits zu outen. In einem Interview mit Stereogum stellte Borland außerdem klar, dass er gerne zu Limp Bizkit gehöre, auch wenn das nicht immer so gewesen sei.

„Ich denke, vor zehn Jahren war ich wirklich aus der Band“, so Borland, der bis 2001 und danach von 2004 bis zur Auflösung 2006 teil von Limp Bizkit war. Seit der Reunion der Band 2009 ist er wieder mit seinen Bandkollegen unterwegs.

„Ich mochte die musikalische Richtung nicht mehr, in die wir gingen (…) und ich hatte dieses große Ego und diese Kommunikationshürden zu Fred entwickelt (…) und ein Mädchen starb während einer unsere Shows (…) Das war zu viel. Ich war raus“, blickt Borland zurück.

Allgemein findet das Limp Bizkit-Mitglied Metal allerdings langweilig und verteidigt die Art und Weise, in der seine Band und Kollegen der damaligen Zeit mit dem Genre umgegangen sind:

„Ich denke, Metal ist so verdammt langweilig, dass ich meine Augen mit einem Schraubenzieher ausstechen möchte“, wird der Limp Bizkit-Gitarrist deutlich. „In den 90ern haben wir versucht, Metal in eine neue Richtung zu führen. Es basierte darauf, Metal mit Elementen zu kombinieren, die im Verlauf der Grunge-Bewegung bekannter wurden.

Diese Helmet-Schlachthaus-Riffs  zu nehmen und sie mit Carcass-Riffs zu kombinieren, um das Ergebnis dann wie einen Hip Hop-Ministry-Song anzugehen“, beschreibt Borland anhand eines Beispiels, wie die Herangehensweise ans Songwriting aussehen konnte.

Wir haben den Metal ganz offensichtlich nicht ruiniert, denn es war eine Zeit des Experimentierens und des Ausprobierens, was man mit Gitarren anstellen kann. Wir haben übrigens an keinem Punkt unsere Karriere behauptet, Metal zu sein“, setzt der Limp Bizkit-Gitarrist nach.

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