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Machine Head: Das Imperium schlägt zurück

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Im Hause Flynn steigt nach einer Erholungsphase nach der letzten Machine Head-Tour die Aufregung. „Nach zwei, drei Monaten hat es mich gepackt“, sagt Robb. „Meine Frau meinte irgendwann: ʻRaus hier, du machst mich verrückt.ʼ Ich entgegnete: ʻAber das geht nicht. Das Studio ist nicht fertig, und ich habe keine Ahnung, wo meine Sachen sind.ʼ Also haben Dave und ich aufgeräumt, um eine Basis zu schaffen.“ Als Aufnahmetempel wählten Machine Head das Jingletown-Studio in Oakland: Das ist nicht einer dieser sterilen Recording-Tempel mit Ledercouch und Gummibaum, sondern hat eine angenehme, etwas punkige Atmosphäre. Kein Wunder, die Hausherren sind Green Day. Entsprechend präsentieren sich die Wände mit Fotos aus den sechziger- und siebziger Jahren dekoriert und zeigen Punks, Mods und Rocker.

Machine Head haben die Studiodekoration zusätzlich um einige Poster erweitert: KILLERS von Iron Maiden, 2112 von Rush, SCREAMING FOR VENGEANCE von Judas Priest und THE WALL von Pink Floyd.

Mit der Einrichtung des Studios entstanden auch die ersten neuen Stücke, an deren Gerüst hauptsächlich zwei Personen beteiligt sind. „Eigentlich läuft es immer gleich ab“, erklärt Dave. „Robert und ich sitzen im Studio und werfen uns gegenseitig Ideen zu. Wenn wir streiten, dann konstruktiv. Es endet nie so, dass einer sauer ist oder den Raum verlässt. Früher war es härter, da haben wir Kritik persönlich genommen. Zum Beispiel, wenn Robb meinte, meine Struktur würde gegen seinen Gesang arbeiten. Seit ASHES schreibe ich viel mehr Material. Anfangs war es nur ein Riff, später zwei. Mittlerweile arrangiere ich auch Sachen, die Robb singt. Für ihn ist das normal, aber für mich… Ich fange erst an, das alles zu durchschauen.“ Da Robert Flynn als Songwriter und Produzent eine Doppelrolle einnimmt, geht es in den kreativen Diskussionen nicht nur um Arrangements, sondern auch um die Atmosphäre des Songs und um seinen Sound.

Neben den offensichtlichen Erweiterungen des Machine Head-Sounds um Streicher und Bläser und sowie dem wie entfesselt spielenden Dave fällt besonders die düstere Halbballade ‘The Darkness Within’ auf. „Das Riff stammt von Dave, ich habe dazu mit sehr tiefer Stimme gesungen und den Text abends um neun an die Studiowand geschrieben“, enthüllt Robb seine ursprüngliche Inspiration. „Am nächsten Morgen brachte ich meinen Sohn zur Schule. Es gab damals bei uns einen Virus, der die Eichen in Oakland befallen hatte: Überall standen tote Bäume, es regnete, und Nebel zog über die San Francisco-Bay. Es herrschte eine Stimmung wie in einer Geschichte von H.P. Lovecraft, während in meinem Kopf dieser Text rotierte. ʻWe built cathedrals to our pain, establish monuments to attain. Freedom from all of the scars ans the sins, as we drown in the darkness within.ʼ“

Alle weiteren Hintergründe zum Album lest ihr im ausführlichen Interview in unserer Oktober-Ausgbe.

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Candlebox: Kevin Martin will keine Alben mehr aufnehmen

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