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Rammstein – das Interview zum neuen Album: METAL HAMMER 06/19

Marilyn Manson: Wie David Bowie sein Leben veränderte

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Für seine Zeit war auch David Bowie Anfang der Siebziger so etwas wie ein Schock-Rocker: Seine androgyne Erscheinung passte z.B. so gar nicht ins Männer-Bild vieler Konservativer. Auch seine Musik war für viele unverständlich. Und dennoch, oder vielleicht gerade deswegen, brachte er es zu Weltruhm. Auch Marilyn Manson wusste diese Zutaten für sich zu nutzen und geriet das eine oder andere Mal aufgrund des breiten Unverständnis für seine Kunst und deren Darstellungsform in die Schlagzeilen und schließlich in die Stadien dieser Welt – auch wenn der ganz große Erfolg für Manson mittlerweile vergangen scheint.

Was die beiden Musiker außerdem verband: Das was sie taten und wofür sie standen, war nicht nur „Kunst“, sondern am Ende purer Ernst. Ohne diese Authentizität sind beide Erfolgsgeschichten ebenfalls nicht zu erklären. Und so kam es dann auch, dass David Bowie das Leben des Marilyn Manson an einem Punkt für immer beeinflusste, wie er jetzt rollingstone.com in einem persönlichen Brief berichtete.

Ich kam zum ersten Mal mit David Bowie in Berührung, als ich „Ashes To Ashes“ auf MTV sah“, berichtet der Schock-Rocker. „Ich war verwirrt und gleichzeitig gefesselt.

Aber erst als ich mich das erste Mal wirklich in Los Angeles, so um 1997 herum, aufhielt, machte mich jemand darauf aufmerksam, dass ich mir einmal etwas anderes als ZIGGY STARDUST, ALADDIN SANE und HUNKY DORY anhören sollet. Also hörte ich auf einer schwindelerregenden Autofahrt durch die Hollywood Hills DIAMOND DOGS.

Erst da wich all meine Nostalgie sogleich der Ehrfurcht. Ich hörte, wie er über Fiktion als Maske für seine zerbrechliche Seele sang. Das veränderte mein Leben für immer.
Jeder seiner Songs stellt einen Weg für mich dar, mit anderen zu kommunizieren.
Es war wie ein Sedativ. Eine Erregung. Ein Liebesbrief, den zu schreiben ich niemals im Stande gewesen wäre.
Es wurde zu einem Soundtrack eines Films, den er mit seiner Stimme und Gitarre zeichnete und so wird es auch immer bleiben.
Er sang einst, „Hope, it’s a cheap thing.“
Ich brauche keine Hoffnung um zu wissen, dass er seinen Weg zu dem Ort gefunden hat, der seiner unberührbaren, chameleon-artigen Schönheit zu entsprechen vermag.
Lasst uns NIEMALS vergessen, was er uns gegeben hat.

Marilyn Manson.“

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Marilyn Manson posiert mit Pop-Sternchen

Manchmal fragt man sich, was zur Hölle eine bestimmte Person eigentlich dort zu suchen hat, wo man sie niemals vermuten würde. Den stets unterkühlten Schock-Rocker Marilyn Manson würde man zum Beispiel nicht auf einem astreinen Pop-Musik-Festival wie dem "Wango Tango" vermuten. Und trotzdem ließ sich Brian Hugh Warner, wie der Musiker mit bürgerlichem Namen heißt, auf dem Open Air im kalifornischen Carson blicken. Dabei wirkte er, wie zu erwarten war, seltsam deplatziert. Die Schöne und das Biest Als Anschauungsmaterial hierfür dienen ein paar Selfie-Fotos (siehe unten), auf denen Marilyn Manson mit Pop-Sternchen zu sehen ist. Zum einen wäre da Superstar…
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