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Marko Hietala spricht über Nightwish-Ausstieg

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Seit inzwischen anderthalb Jahren ist der langjährige Bassist und Sänger Marko Hietala kein Teil von Nightwish mehr. In einem Interview mit dem finnischen Magazin Chaoszine hat der Musiker über seinen Ausstieg gesprochen.

Hietala thematisiert psychische Probleme

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Bereits im Januar 2021 begründete er das Vorhaben, sich erst mal aus der Öffentlichkeit zurückziehen zu wollen, mit psychischen Problemen. Lange habe er sich nicht mehr in seinem Leben bestätigt gefühlt, hieß es damals. Nun ging Hietala diesbezüglich mehr in die Tiefe. „Ich bin seit 2010 oder 2011 chronisch depressiv und nehme seither durchgehend Medikamente“, erzählte er. „Manchmal gewöhnt man sich so sehr daran, dass man mehr braucht. Zwischendurch wurde mir auch mal eine höhere Dosis verschrieben, aber das hat einfach nicht funktioniert.“ Seit über vier Jahren befinde er sich in Psychotherapie, gab Hietala an. Dadurch habe er schließlich herausgefunden, eine Aufmerksamkeitsstörung ähnlich wie ADHS zu haben.

Schwierige Zeiten

Nach einer dunklen Zeit mit zusätzlicher Schlaflosigkeit und Angststörungen entschied Hietala, Nightwish zu verlassen. „Es war ein langer Prozess“, sagte der Musiker. „Natürlich war da auch das Corona-Jahr, das mir Zeit gegeben hat, in mich zu gehen und zu begreifen, dass diesen Job so weiterzumachen mich nur kranker und kranker machen würde. Aber auch davor war es natürlich ein Prozess.“ So habe bereits eine Weile über den Austritt aus der Symphonic Metal-Band nachgedacht, bevor er die Entscheidung fällte. „Da war viel Gewicht“, so Hietala und fuhr fort, die Situation mit seiner Diagnose in Verbindung zu setzen: „Die Aufmerksamkeitsstörung macht, dass Schwierigkeiten zum richtigen Chaos werden.“ Außerdem sei zu dieser Zeit viel zusammengekommen: „Nirgends war Ruhe“, erinnerte sich Hietala. „Ich glaube, das Ganze hat mit meiner Scheidung angefangen, 2016. Das war eine traurige Zeit, wenn man so an seine Kinder und sein kaputtes Zuhause und all diese Dinge denkt. Als ich da langsam rauskam, gab es aber immer noch alle möglichen Sachen.“ Diese Sachen führte der Bassist nicht aus – er versicherte lediglich: „Ich habe genug durchgemacht.“

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Als weitere Schwierigkeit nannte er aber das aktuellste Nightwish-Album HUMAN. :II: NATURE. (2020). „Während dieser Zeit hatte ich starke Konzentrationsprobleme und ständig eine schwarze Wolke über dem Kopf“, rekapitulierte er die Entstehung des Albums. Gerüchte, seine gesundheitliche Verfassung habe zu einer kleineren Rolle auf dem Album beigetragen, stritt er jedoch ab. „Das war irgendwie geplant.“

Tuomas Holopainen über Wechsel am Bass

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Im vergangenen Monat hatte Hietala gegenüber der Zeitung Iltalehti erwähnt, seit seinem Ausstieg nicht mehr mit seinen ehemaligen Band-Kollegen in Kontakt zu stehen. Keyboarder und Songschreiber Tuomas Holopainen bezeichnete Hietalas Entscheidung im vergangenen Jahr als Überraschung – und das, obwohl der Bassist immer offen mit seinem Zustand umgegangen war. „Für ein paar Tage dachte ich, das war es jetzt, davon erholt sich die Band nicht“, sagte er. Um Nightwish sei einfach schon zu viel passiert: Zweimal haben sie seit der Gründung die Sängerin gewechselt, 2014 stieg nach fast zwanzig Jahren Schlagzeuger Jukka Nevalainen aus. Schlussendlich ersetzten Nightwish Hietala mit Jukka Koskinen von Wintersun. „Da war einfach noch zu viel Musik in uns, die rausmusste“, erklärte Holopainen.


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Marko Hietala kommt auf Europatournee

Fast genau vor einem Jahr veröffentlichte der ehemalige Nightwish-Bassist und -Sänger Marko Hietala sein zweites Soloalbum ROSES FROM THE DEEP. In seiner Heimat folgten daraufhin gleich zwei Tourneen. Nun ist auch der Rest von Europa an der Reihe, wie der Finne über die Sozialen Netzwerke bekanntgab. Im Oktober 2026 soll es so weit sein. Fünf Termine in Deutschland und jeweils einer in der Schweiz und in Österreich stehen auf dem Plan. Dazu schreibt Hietala: „Aufregende Neuigkeiten! Die Band und ich gehen diesen Herbst auf Headliner-Tour! Wir bringen die Show im Oktober 2026 durch ganz Europa.“ Tickets sind bereits an allen…
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