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Mastodon: Interview zu CRACK THE SKYE

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Drei Jahre haben die vier Rüsseltiere aus Atlanta, Georgia, an ihrem neuen metallenen Prachtstück gehobelt und gefeilt, bis es endlich würdig war, das Tageslicht zu erblicken. Diese qualvoll lange Wartezeit war auch wirklich nötig, behauptet Mastodon-Basser Troy Sanders. „Es hat einfach so lange gedauert, bis alles perfekt war. Wir haben die Suppe langsam erhitzt und alles akribisch bearbeitet: die Songs, die Riffs, die Arrangements, das Artwork, die Titel, die Texte und die Story.“

Apropos: Worum geht’s? Nachdem sich die Mastodonten auf ihren vergangenen drei Alben den irdischen Elementen gewidmet haben, dringen sie nun in ein fünftes, extraterrestrisches vor: den Ether, die „dunkle Materie, die das Universum beherrscht“. Oha, harter Stoff. „Das Album handelt von außerkörperlichen Erfahrungen, wenn unser Geist unseren Körper verlässt, durch ein Portal in den Weltraum vordringt, durch einen ‚Crack in the Sky’ sozusagen. Wir berühren auch Themen wie Himmelskörper, Zeitreisen, das Falten von Raum und Zeit, in ein Wurmloch geworfen zu werden und in einer anderen Dimension zu landen.“

So etwas ist ja sicherlich vielen schon mal passiert: Zeit und Raum gefaltet, Wurmloch geht auf und schon ist man im Jenseits. Wem dies indes noch nicht widerfahren ist, der sollte sich unbedingt den 50-minütigen neuen Mastodon-Erguss zu Gemüte führen – das Eintauchen in andere Sphären kommt hier von ganz allein. Auch für Sanders selbst ist Mastodon mehr als nur eine Metal-Kapelle: „Diese Band ist für mich wie eine Religion. Unsere Musik, die Lyrics und die Performance werden unglaublich authentisch freigesetzt, alles kommt tief aus unseren Herzen und Seelen, es ist also sehr rein, ehrlich und bewegend. Dieses ganze Leben, das ich Mastodon nenne, ist für mich eine sehr spirituelle Erfahrung.“

Doch nicht nur Mastodon-Bassist Troy Sanders schwört auf seine Band, auch die Metal-Gemeinde ist sich größtenteils einig: Mastodon sind „everybody’s darling“ – kaum jemand, der ein schlechtes Wort über den progressiven Vierer aus der Coca-Cola-Stadt verliert. Warum auch? Mit Alben wie LEVIATHAN oder BLOOD MOUNTAIN haben sie schließlich musikalische Meilensteine abgeliefert, die in jede anständige Sammlung gehören. Und CRACK THE SKYE wird dort ebenfalls einen festen Platz finden: Zwar haben Mastodon nach Sanders Aussage von BLOOD MOUNTAIN zu CRACK THE SKYE den größten musikalischen von-Album-zu-Album-Wandel ihrer Karriere vollzogen, doch bei einer facettenreichen Band wie dieser kann das alles und auch wieder nichts heißen:

„Ich meine damit, dass sich das Songwriting mehr denn je zu weitläufigeren und vielschichtigeren Classic-Rock-Elementen entwickelt hat: verschiedene Schattierungen von Classic Rock der 70er Jahre, mehr Räume und Offenheit innerhalb der Songs, wunderschöne und doch düstere Zwischentöne. Außerdem haben wir beim Schreiben darauf geachtet, dass wir noch stärker nach einprägsamen Melodien suchen – Melodien, die sich untrennbar mit dem Song vereinen. Die Musik, das Songwriting und die Gesangsmuster – das alles zusammen markiert die größte Abweichung zu einem Vorgängeralbum, die wir je hatten.“

Vielleicht ist CRACK THE SKYE ja auch gerade deswegen zu 100 Prozent Mastodon. Wem sich hier kein Wurmloch öffnet, der sollte in Therapie gehen.

 

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