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Ohne Patch kein Metal? Tribut an die Kutte

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Einst als Reparaturwerkzeug erfunden, ist der Flicken(-teppich) bei Metallern quasi ein Muss. Mindestens ein Patch mit Band-Logo, Album-Cover, Symbolen oder ähnlichen Grafiken gehört auf jede anständige Kutte. Hinten ein großer, vorne die kleinen – dieser „Design-Regel“ folgend, sind die in der konservativen Presse sogenannten „schwarzen Gestalten“ doch viel bunter als beschrieben.

„An den Kleidern trugen die drei / Löcher und bunte Flicken, / Aber sie boten trotzig frei / Spott den Erdengeschicken.“ (aus ‘Die drei Zigeuner’, Nikolaus Lenau, 1838)

Angefangen hat diese von den Rockern abgeschaute spezielle Personalisierung in den Siebziger Jahren. Als Hard Rock und Heavy Metal groß wurden, trug jeder Fan nicht mehr nur Bandshirts. Auch gestickte Aufnäher seiner Favoriten fanden ihren Weg auf die Jeans- oder Lederjacke. Ob nun selbst oder von der Mutti aufgenäht: Wichtig war und ist es, „seine“ Bands stets mit sich zu tragen. Death-, Black-, Thrash Metal oder welches Genre auch immer: Die Patches sind quasi Kontaktanzeigen. Man weiß sofort, mit wem man musikalisch auf einem Nenner ist.

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Individueller Patch

Nach wie vor kann keine Band in ihrem Merchandise-Angebot auf Patches verzichten, und mittlerweile gibt es sogar Möglichkeiten, sich seine eigenen Patches zu designen und herstellen zu lassen (beispielsweise hier). Besser nicht wahrnehmen sollte man Angebote großer Modefirmen, die auf irgendeinen Trend-Zug aufspringen wollen und Fake-Kutten produzieren.

🛒  ‘Defenders Of The Faith’ bei Amazon

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Thomas Sonder schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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