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Meinung

Meinung: Sollten Hologramm-Konzerte ein Teil der Zukunft des Metals sein?

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Liebe Rocker,

Zum Abschluss des Wacken Open Air 2016 war das Spektakel noch einmal perfekt, als mit Ronny James Dio ein geliebter Gast wieder als Hologramm mit einer Live-Band „performte“. Eine “Dio”-Tour könnte 2017 folgen und auch mit Motörhead ist man laut rollingstone.com bereits im Gespräch. Wird also bald auch Lemmy Kilmister als Hologramm auf die Bühne geholt? Und wo hat das ganze eigentlich sein Ende?

Neben der Frage, ob es wirklich nötig ist, auf Ewigkeit Künstler als Hologramm zu konservieren um sie bei Bedarf immer wieder aufleben lassen zu können, ist dies nach Meinung dieses Autors letztlich vor allem eine Frage der Ethik. Einfach gefragt: Sollte man Tote nicht einfach ruhen lassen?

Die US-Firma hinter der Hologrammtechnik heißt Eyellusion und sieht dies wohl grundsätzlich anders: Schließlich gab es in der Vergangenheit schon erfolgreiche Umsetzung zu Michael Jackson oder Elvis Presley. Ein lukratives Geschäft, scheint es. Mit dem Konzert auf dem Wacken Open Air 2016 der Band Dio Disciples mit dem Holo-Dio als „Frontmann“ ist die Technik jetzt also auch im Metal angekommen. Hinter dem Deal mit dem Dio-Erbe steckt übrigens die Ehefrau des Verstorbenen – und auch sie scheint sich nicht ganz so sicher zu sein, was sie eigentlich von ihrem künstlichen Ehemann halten soll:

Ich weinte, als ich es das erste Mal sah“, so die Witwe Wendy Dio. Wohl aber nicht nur Freude, wie sie vermuten lässt: „Es war ziemlich gruselig. Die ganze Crew hatte Tränen in den Augen, als wir es bei den Proben zum ersten Mal sahen. Es ist großartig.“

Gruselig und großartig zugleich also. Was wohl der Verstorbene von solchen Experimenten mit seinem Andenken gehalten hätte? Fragen können wir ihn ja leider nicht mehr.


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