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Metal-Clubs: Darum rockt das Turock in Essen

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Heutzutage wird im Turock zu Klängen aus der Konserve abgezappelt und werden zu Live-Musik die Haare geschwungen. Schon seit seiner Erbauung 1911 dient das Wohn- und Geschäftshaus in der nördlichen Innenstadt zur Unterhaltung. „Ursprünglich war es mal ein Lichtspielhaus, was dann im Lauf der Jahre zur Discothek umgebaut wurde“, erklärt Besitzer Peter Siewert bei der Begrüßung. 2004 standen die Räumlichkeiten schon ein Jahr lang leer, und der gelernte Elektriker Siewert war auf der Suche nach einem neuen Betätigungsfeld. „Offen gestanden wollte ich maximal eine Bar eröffnen“, lacht Peter heute. „Daraus ist dann etwas Größeres geworden.

Aber die Idee war, wieder einen Ort für Metal und Rock in Essen zu schaffen – zu jenem Zeitpunkt gab es solch einen nämlich nicht mehr. Wir haben dann komplett umgebaut, quasi einmal alles neu gemacht, und dann im Dezember 2004 geöffnet.“ Inzwischen können sich die Besucher auf zwei Etagen vergnügen. „Unten sind die Tanzfläche, zwei Tresen und natürlich die Bühne“, zählt Peter auf. Dazu kommen noch Eingangsbereich, Raucherecke und Garderobe. „Oben ist die Lounge mit Cocktail- und Kaffee-Tresen. Dorthin können sich unsere Gäste zurückziehen und ohne direkte Musikbeschallung in Ruhe etwas quatschen“, fährt er fort. Insider-Tipp: Von der kleinen, vor der DJ-Kanzel platzierten Tribüne aus lassen sich Konzerte besonders gediegen genießen, nicht nur der Optik (Moshpit von oben geht immer), sondern auch des kurzen Wegs zum Getränkenachschub wegen.

„Konzerte, Disco-Abende oder Partys müssen natürlich auch organisiert werden“, erklärt Peter beim Gang durch die Büros. Hier kümmert er sich mit drei weiteren Kollegen um die alltäglichen Dinge, wie etwa die Personalplanung und Verwaltung der in Spitzenzeiten bis zu 70 Mitarbeiter, oder Abrechnungen, Werbung, Marketing und so weiter. „Ich versuche, bei den Veranstaltungen so oft es geht selbst aktiv mitzuarbeiten“ – wie Peter die Gäste an der Tür in Empfang nimmt oder Fässer durch die Gegend wuchtet, hat wohl jeder Turocker schon einmal selbst erlebt. Ebenso selbstverständlich findet er es, seinen Besuchern zuzuhören. „Ernst zu nehmender und konstruktiver Kritik nehmen wir uns gerne an und ver­suchen dann, entsprechend zu handeln.“ Beispielsweise bei der Programm­gestaltung: So ergab eine Gästebefragung, dass eine Trash-Pop-Party mit „Hits“ von Scooter, Milli Vanilli, Modern Talking (und noch viel Schlimmerem) gewünscht sei. „Hierbei möchte ich ausdrücklich erwähnen, dass besonders aus den Metaller-Kreisen überraschend viel Zustimmung kam“, muss Peter schmunzeln. „Heute ist das eine unserer erfolgreichsten Partys, zu der ungefähr 50, 60 Prozent unserer metallisch-rockenden Stammgäste kommen – ohne dass deren Musik läuft.“ Das Musikprogramm ist klar strukturiert: Freitags gibt es als festen Termin die „Friday Night“ mit Rock, Alternative, Cross­over „… und ein bisschen Metal…“, samstags haben sich Motto-Partys etabliert. Vielfalt ist im Turock Trumpf, egal ob Death Metal-Night, Metal Mania oder Pop Punk-Party, Glam Rock-Abend und auch die erwähnte Trash-Pop-Party. „Ganz aktuell haben wir die MTV Headbangers Ball-Reihe gestartet. Zum Start haben Caliban ihr neues Album vorgestellt. Das war super“, freut sich Peter.


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