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Außergewöhnliche Musik-Genres

Lauschaffäre: Was ist eigentlich Drone?

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Langgezogene Sounds und Rhythmen fast ganz ohne Herzschlag. Beschreibend lässt sich sagen: Drone ist langsam, verzerrt und atmosphärisch. Drone überschreitet ganz klar Grenzen und gibt nichts auf Regeln, die in manchen Genres vielleicht existieren mögen. Während viele Avantgardisten gleich an Pioniere wie Sunn O))) und Earth denken, geht das Genre viel weiter zurück als manch einer erwarten mag: Bereits in den späten 50er-Jahren experimentierte La Monte Young mit minimalistischen Soundstrukturen. 1958 veröffentlichte der Komponist das, was er später als das erste Drone-Werk bezeichnet: ‘Trio For Strings’. La Monte Young ist eine wichtige Figur des Drone und beschäftigte sich ab 1962 bis 2003 im Rahmen des von ihm gegründeten Projekts Theatre Of Eternal Music intensiv mit Drone-Musik.

Auf ihn folgten viele weitere Bands, die an maßloser Langsamkeit und vielschichtiger Atmosphärenbildung fast nicht zu übertreffen sind. Im Folgenden stellen wir euch fünf wichtige Vertreter des Musik-Genres Drone vor.

Sunn O)))

Drone gab es schon lange bevor La Monte Young eine neue, monotone Richtung einschlug und Sunn O))) ihre Verstärker einstöpselten. Tatsächlich finden sich ähnliche Strukturen in traditioneller Musik der ganzen Welt: In Japan brachte der höfische Gagaku Töne zum Stehen, während sich Didgeridoo-Spieler oftmals auch auf Monotonie verlassen.

Bald kamen verschiedene Verzerrer, Sampler und Effekte hinzu, die dem Titel noch mehr Tiefe und Atmosphäre verlieh. Sunn O))) gingen sogar so weit, sich nach der Firma „Sunn“ zu benennen – zu sehr beeinflusste der Verstärker-Hersteller den charakteristischen Sound der Band, der Sunn O))) zum Erfolg verhalf. Heute gehören die Musiker aus Seattle zweifellos zu den bedeutendsten Bands des Genres, das sich im tiefstmöglichen Frequenzbereich bewegt. Schleppend langsam bauen Sunn O))) ganze Welten auf, nur um sie einen Augenblick später gnadenlos zu zerstören – und von vorne zu beginnen.

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Anna von Hausswolff

Dem Genre nicht ganz eindeutig zuzuordnen, aber trotzdem erwähnenswert ist das Projekt um Anna von Hausswolff. Manch einer bezeichnet die Musik der Schwedin als Funeral Pop. Egal, welcher Name für Anna von Hausswolffs bedrückende Klänge gefunden wird, immer spielt Drone eine Rolle. Schwermütig bahnen sich lange Töne ihren Weg zum Ohr des Hörers. Dicht baut sich eine finstere Atmosphäre um Themen wie den unabdinglichen Tod auf. Anna von Hausswolff unternimmt eine Wanderung durch zahlreiche Emotionen.


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