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Metal hinter Gittern: Crazy Maiden live in der JVA Rottenburg

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Samstag, 06.12.2008, 10:30 Uhr, Rottenburg am Neckar

Vor dem Gebäude der Justizvollzugsanstalt (JVA) treffen die fünf Musiker der Esslinger Cover-Band Crazy Maiden ein. Ihre heutige Mission: „Jailhouse Rock“. Das Repertoire von Crazy Maiden besteht aus Hard’n‘Heavy-Klassikern der 70er & 80er, das allerdings niemand der Musiker schon hinter schwedischen Gardinen absolvierte!

Der Einlass in die JVA erfolgt durch eine so genannte Schleuse, in der man seinen Personalausweis bzw. Reisepass gegen einen Besucherausweis eintauscht und die Wertsachen (inkl. Handy) in Schließfächern verstaut werden. Danach öffnet sich das große Gefängnistor und es geht in Begleitung netter Justizvollzugsbeamten los in Richtung Kultursaal, in dem das Konzert stattfinden soll.

Die JVA Rottenburg gehört mit über 600 männlichen Gefangenen zu den größten in Baden-Württemberg. Wie mögen sich wohl die britischen Veteranen von Uriah Heep gefühlt haben, als sie am 24. Juli 2008 hier gespielt haben? Die hohen Mauern, zahlreichen Gitter und Stacheldrahtzäune haben schon etwas Bedrohliches! Doch zum Nachdenken bleibt wenig Zeit, denn zunächst gilt es, die Backline auf der Bühne aufzubauen, damit die Crew anschließend die PA installieren kann.

Gegen 12:30 Uhr ist es geschafft und Band, Crew und Wachpersonal stärken sich mit Pizza und Limo (im Gefängnis ist Alkohol tabu). Punkt 13:00 Uhr beginnt der Soundcheck, bevor es um 13:30 Uhr ernst wird.

Schnell merkt der Hardrock-Fan, was ihn die nächsten zwei Stunden erwartet – nämlich Metal satt [die komplette Setlist findet ihr weiter unten]. „Vollgas“ lautet ab sofort die Devise, die beiden Gitarristen Markus Broszat und Ulrich Schneider liefern sich Gitarrenduelle, während Hans-Ulrich Erlenmaier und Ralf Pikal an Bass und Schlagzeug für den richtigen Groove sorgen. Den Zuschauern scheint es zu gefallen – sie klatschen und wippen im Takt, bevor mit ‘Smoke On The Water’ das Ende kommt.

Nun wird es hingegen für die Band-Mitglieder richtig spannend, denn als nächstes steht die Besichtigung der JVA auf der Agenda, während die Crew sofort mit dem Abbau und Verladen der PA beginnt. Die JVA entpuppt sich als eigene kleine Welt mit verschiedenen Werkstätten, Küche, Bäckerei, Sportanlagen und sogar einer Kirche.


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