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Metallica nutzen Spotify-Analyse für ihre Setlists

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Warum spielen Metallica nie zweimal die gleiche Show? Laut Spotify-CEO Daniel Ek liegt es daran, dass die Band für jeden einzelnen Konzertort die lokalen Spotify-Daten durchsieht und entsprechend die beliebtesten Songs auf die Setlists schreibt.

„Nie zuvor konnte man als Band die Wünsche und Vorlieben seiner Fans in unterschiedlichen Städten so detailliert auswerten wie heute.“ Datenschutz hin oder her – das ist eine wirklich tolle Sache, die sich auch andere (große) Bands aneignen könnten.

Liebhaberstücke pointiert setzen

Bereits 2017 wurde Metallica-Schlagzeuger Lars Ulrich über die unterschiedlichen Metallica-Setlists befragt, woraufhin dieser erklärte: „Ich schaue mir an, welche Songs wir in den letzten Jahren in dieser Stadt gespielt haben.

Dann erkenne ich Songs, die gut ankamen und solche, die lokal unterschiedlich vom Publikum nahezu angebetet wurden – und Letztere versuche ich zu variieren. Als Beispiel: Kam ‘Harvester Of Sorrow’ super an, schreibe ich für das nächste Mal stattdessen ‘Through The Never’ oder ‘Breadfan’ auf die Setlist.

Änderung als Konstante

Ich versuche immer, mit sechs bis acht von diesen ,tiefer gehenden‘ Songs zu variieren, um den Fans eine unterschiedliche Setlist und damit neue Live-Erfahrung zu bieten. Seit ich 2003/2004 damit begonnen habe, spielten niemals mehr dieselbe Setlist zweimal.“

Doch Ulrich erinnerte sich auch an andere Zeiten: „Als wir früher mal wochenlang jeden Abend dieselbe Setlist spielten, wollte ich einmal etwas ändern und sagte unserem Lichtmann: Heute Abend tauschen wir ein paar Songs aus.

Er meinte nur zu mir: ,Gib mir drei Tage vorher Bescheid, damit ich die Lichttechnik umprogrammieren kann.‘ Und ich dachte mir: Bitte was? Wenn wir einen Song in der Setlist austauschen wollen, müssen wir dem Lichtmann drei Tage vorher Bescheid geben, nur damit er die grünen Lampen rausschraubt und durch lilane ersetzt?

Das ist kein Rock’n’Roll! Wenn ich ‘Sanitarium’ spielen will, möchte ich dafür nicht einen Elektriker einstellen müssen“, lacht Ulrich. „Das war einer dieser Momente, in denen ich dachte: Heilige Scheiße, ich möchte nicht, dass wir eine dieser Bands sind.“

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