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Motörhead-Review: BASTARDS (1993)

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Um schnelle musikalische Antworten waren Motörhead nie verlegen – und das sogar zu Zeiten, als händeringend eine neue Plattenfirma gesucht werden musste. BASTARDS markiert den Anfang der Kooperation von Motörhead mit Howard Benson, die sich insgesamt über vier Alben erstreckte („Normalerweise machen wir nur zwei Platten in Serie mit einem Produzenten. Wir nutzen sie ab“, so Lemmy). Mikkey Dee war nicht nur ein verlässlicherer Drummer als sein legendärer Vorgänger Philthy Animal, er beteiligte sich im Gegensatz zu ihm auch am Songwriting. Das erleichterte den Prozess (speziell bei diesen kurzen Veröffentlichungsabständen) erheblich. Die Band zeigt wieder Verve. Das Feuer lodert in Stücken wie dem pianounterstützten ‘Bad Woman’, dem hämmernden ‘Liar’, dem späteren Film-Hit ‘Born To Raise Hell’ oder dem metallisch-knackigen ‘I Am The Sword’ wieder viel greller als auf dem Vorgänger.

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Die mittlerweile obligatorische Ballade (mit ‘Lost In The Ozone’ gibt es sogar noch eine zweite zu hören) heißt ‘Don’t Let Daddy Kiss Me’, greift das ernste Thema Kindesmissbrauch auf und stellt ein atmosphärisches Highlight auf BASTARDS dar. Ursprünglich hatte Lemmy diesen Song für weibliche Rockerinnen der Kategorie Joan Jett oder Lita Ford komponiert, doch das Thema war den jeweiligen Managements wohl zu heikel. Wenn es darum ging, mit dieser Scheibe zu zeigen, dass mit Motörhead trotz aller geschäftlichen Erschütterungen weiterhin zu rechnen ist, konnte BASTARDS sein Soll voll erfüllen. Kein Überfliegeralbum, aber im gehobenen Bereich des Motörhead-Universums.

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Lemmy Kilmister: Buddy Holly-Tribut wird veröffentlicht

Dass Motörhead-Frontmann Lemmy Kilmister großer Rock'n'Roll-Fan war, dürfte wohl bekannt sein. Zu seinen Lieblingen gehörten neben Little Richard und Elvis Presley auch Buddy Holly. 1999 gründeten der Schlagzeuger Slim Jim Phantom, Gitarrist Danny B. Harvey und Kilmister die Rockabilly-Band The Head Cat. Nun erscheint mit HEADCAT PLAYS BUDDY HOLLY ein Tribut an die 1959 verstorbene Rock'n'Roll-Legende. Neu abgemischt Eingespielt wurden die Lieder ursprünglich 1999. 2006 erschien ein Großteil davon schon auf dem Headcat-Debüt FOOL'S PARADISE. Statt die bestehenden Lieder zu remastern, mischte und masterte Harvey seine originalen Mixe für dieses neue Tribute-Album. Harvey sagt dazu: "Als Lemmy, Slim Jim und ich…
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