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Nightwish: Marco Hietala verlässt die Band

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Nightwish melden sich mit einem Paukenschlag zu Wort. Und zwar hat ein Bandmitglied genug vom Musikerdasein: Bassist Marco Hietala steigt mit sofortiger Wirkung aus der Gruppe aus. In seiner Begründung schwingt jede Menge Frustration über das Musik-Business im Allgemeinen sowie dem Streaming im Speziellen mit.

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„Liebe Leute“, beginnt Marco Hietala, „ich verlasse Nightwish und mein öffentliches Leben. Einige Jahre schon war ich nicht mehr in der Lage, mich in diesem Leben bestätigt zu fühlen. Wir haben große Streaming-Firmen, die von Künstlern verlangen, dass sie von 9 bis 17 Uhr arbeiten, während sie unfair die Profite teilen. Sogar unter den Künstlern. Wir sind die Bananenrepublik der Musikindustrie. Die größten Tourveranstalter quetschen Prozentsätze sogar aus unserem eigenen Merchandise heraus, während sie Ausschüttungen an den Nahen Osten zahlen. Offensichtlich können manche Gottesstaaten Geld von der Musik nehmen, die dich dort deinen Kopf kosten oder ins Gefängnis bringen würde, und zwar ohne als Heuchler zu erscheinen.“

Mögliche Rückkehr?

Weiter führt Marco Hietala aus: „Das letzte Jahr hat mich gezwungen, zu Hause zu bleiben und nachzudenken. Ich war sehr desillusioniert über diese und viele andere Dinge. Ich fand heraus, dass ich diese Bestätigung brauche. Um zu schreiben, singen und spielen muss ich ein paar neue Gründe und Inspirationen finden. ‘My Walden’ sozusagen. Zudem steht es in meinem Buch, dass ich chronisch depressiv bin. Es ist gefährlich für mich und die Leute um mich herum, wenn ich weitermache. Manche alten Gedanken waren dunkel. Keine Sorge, mir geht es gut. Ich habe zwei Söhne, eine Ehefrau, den Rest der Familie, Freunde, einen Hund und eine Menge Liebe.

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Und ich denke nicht, dass ich für immer weg sein werde. […] Es gibt ein paar Dinge, die ich zugesagt habe, in 2021 zu tun. Ansonsten bitte ich die Medien, Bands, Künstler und Projekte freundlich und mit Respekt, mich im kommenden Jahr für nichts anzufragen. Ich muss mich etwas neu erfinden. Ich hoffe, ich berichte euch darüber in 2022. Es ist allerdings kein Versprechen. All das tut mir leid. P.S.: Tony Iommi ist eine Ausnahme von ‚überhaupt keinen Kontakt‘. Ein Kindheitsheld hat Vorrang.“

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Nightwish selbst wollen nach reiflicher Überlegung die kommende Welttournee mit einem Session-Bassisten spielen. Wer dabei am Tieftöner stehen wird, wird später bekannt gegeben.

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Lothar Gerber schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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