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Nilz Bokelberg-Buch ‘Endlich gute Musik’: Leseprobe und Verlosung

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Vor 20 Jahren ging der TV-Sender Viva an den Start. Der junge Musiksender war Sprungbrett für viele Talente, die teils heute noch erfolgreich durch die Medien schwirren. Einer davon: Nilz Bokelberg.

Der Ex-VJ, Blogger, Moderator und Autor hat jetzt sein neues Buch ‘Endlich gute Musik’ veröffentlicht. Darin schreibt Nilz Bokelberg, welche Songs ihn während Schlüsselszenen seine Lebens begleitet haben. Dass da auch Heavy Metal eine Rolle spielte, beweist die exklusive Leseprobe aus ‘Endlich gute Musik’:

Leseprobe aus ‘Endlich gute Musik’ von Nilz Bokelberg

Gitarren

Ich bin evangelisch. Das hatte den Vorteil, dass ich konfirmiert wurde und im Gegensatz zu meinen katholischen Freunden, die zur Kommunion gingen, bei meinem kirchlichen Fest schon etwas älter war. Ich war natürlich ein bisschen neidisch, dass die schon früher ein so cooles Fest feiern durften und schon Masters-of-the-Universe-Figuren und Mask-Spielzeug geschenkt bekamen, während ich noch warten musste. Aber philosophisch betrachtet war es natürlich viel interessanter, einen älteren jungen Menschen mit der Kirche in Berührung zu bringen. Ein gutes Jahr lang ging ich zum Konfirmationsunterricht unserer ziemlich liberalen Pfarrerin Frau Müller. Und wäre einmal fast im hohen Bogen rausgeflogen, weil ich in einer Unterrichtsstunde fragte, ob die Bibel nicht auch so eine Art Märchen aus 1001 Nacht sein könnte, mit Geschichten, die man sich damals eben so erzählt hat. Ich wollte das wirklich wissen, aber das ist vielleicht nicht die Art von Frage, die man einer Pfarrerin im Konfirmationsunterricht stellen sollte. Das zumindest habe ich dabei gelernt.

Ansonsten lief aber alles glatt. Ich war sowieso schon häufiger Gast der Kirche, weil wir da donnerstags immer CVJM-Treffen hatten, die gern mal daraus bestanden, dass unsere Jugend­betreuer in die Videothek gingen und Filme ausliehen, die wir dann zusammen guckten. Hier habe ich zum ersten Mal Zum Teufel mit den Kohlen mit Richard Pryor und John Candy gesehen, ein absolut genialer Film über einen armen Schlucker, der ein unfassbar großes Erbe antreten kann, aber nur, wenn er es schafft, innerhalb von ein paar Tagen eine große Summe Geld auszugeben, ohne am Ende etwas davon übrig zu haben. Ein Film, der uns aufgezeigt hat, wie viel Spaß der Kapitalismus machen kann, und daneben bestimmt auch irgendeine christliche Botschaft hatte. Außerdem waren die Jugendfreizeiten vom CVJM auch immer allererste Sahne. Eine Woche mit dem Hausboot durch Holland oder zwei Wochen Dänemark. Immer eine gute Wahl. Bei der Hollandrundreise habe ich mir in einem Plattenladen ein Tape mit vier unbekannten holländischen Punk-Bands gekauft. Das war der Soundtrack meines Urlaubs. Aber ich bin schon wieder viel zu weit abgedriftet. Zurück in die Vergangenheit, zurück zur Konfirmation.


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