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Parkway Drive bestätigen: Es war Ben Gordons Bruder

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Parkway Drive hatten kürzlich vermeldet, dass sich ein ehemaliges Crew-Mitglied der Band schuldig bekannt hat, im Jahr 2002 mit einem minderjährigen Mädchen geschlafen zu haben. Der Täter heißt Jed Gordon, weswegen Spekulationen aufkamen, es könne sich dabei um den Bruder von Schlagzeuger Ben Gordon handeln. Dies hat die Metalcore-Gruppe aus Australien nun bestätigt. Frontmann Winston McCall geht in einer Videobotschaft ausführlich auf alle Aspekte des Themas ein.

Eingeständnisse

„Ich bin hier, um über die aktuelle Situation um Jed Gordon — unseren ehemaligen Merchandise-Typen und Bens Bruder — zu sprechen, der auf schuldig plädiert hat, 2002 Sex mit einer Minderjährigen gehabt zu haben, sowie auch über die Hardcore-Szene von Byron Bay im Allgemeinen“, leitet der sichtlich angefasste Parkway Drive-Sänger seine Ausführungen ein. „Punkt eins: Wir unterstützen das Opfer — zu 100 Prozent. Sie verdient Gerechtigkeit, sie braucht ihren Raum, sie braucht ihre Zeit, sie verdient, gehört zu werden. Wir unterstützen das zu hundert Prozent. Zwanzig Jahre Trauma — ich kann mir nicht vorstellen, wie es ist, das zu ertragen.

Punkt zwei: Wir verurteilen das — ohne zu zögern. Wenn es etwas in unserer ursprünglichen Stellungnahme gab, weswegen sich die Leute hierzu wunderten, möchte ich es kristallklar für jeden machen: Das ist krank. Das ist krank. Und Jed muss dafür Rechenschaft ablegen — und er wird das tun. Wir haben ihn lange Zeit angestellt und ihn an eine Position gebracht, an der er mit einer Menge Menschen in Kontakt kam. Diese moralische Verantwortung müssen wir tragen. Wir sehen sie und nehmen sie an. Wenn man wie wir immer versucht hat, das Beste in den Menschen zu sehen, bedeutet das, dass man manchmal das Schlimmste übersieht.

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Wenn jemand schlechte Interaktionen mit Jed hatte, während er bei uns angestellt war, tut uns das leid. Es tut uns sehr leid. Wir wussten, dass er schlecht mit Leute sein kann. Und für unsere Untätigkeit auf diesem Level gibt es keine Entschuldigung. Trotzdem entschuldigen wir uns. Wir wussten nichts vom Ausmaß seines Verhaltens. Das hat uns total aus heiterem Himmel getroffen. Die Band hat davon durch Screenshots von Gerichtsterminen und Dokumenten herausgefunden, die bereits online zirkulierten.“

Nicht wegsehen

Des Weiteren erläutert McCall, warum die erste Reaktion von Parkway Drive vielleicht etwas knapp ausgefallen ist. Demnach wollten die Musiker nichts sagen, was die Strafverfolgung torpedieren könnte. Außerdem stellt der Musiker klar, dass die Hardcore-Szene von Byron Bay ein Zufluchtsort für alle sein sollte — für manche jedoch nicht war. „Das halten wir für inakzeptabel. Frauen verdienen es, sicher zu sein. Frauen verdienen es, gehört zu werden. Und Frauen verdienen es, gesehen und respektiert zu werden. Jede Person, die hier zuschaut, kennt jemanden, der sexuelle Gewalt überlebt hat. Das weiß man vielleicht nicht, aber es ist so. Jede Frau in euerem Leben wurde sexuell belästigt. Das ist inakzeptabel. Wenn es euch das Herz bricht, sollte es das tun.“ 

Überdies ruft das Parkway Drive-Organ alle Männer dazu auf, keinen Bullshit hinzunehmen. „Ich weiß, dass es schwer sein kann, den Mund aufzumachen. Ich finde es schwer, den Mund aufzumachen, und habe ein Mikrofon. Aber wir müssen es machen. Man muss sich seine Kumpels und Freunde anschauen und schwierige Fragen stellen. So geschieht Veränderung. Bei dieser Musik ging es mir schon immer um mehr als nur um Sound. Es geht um Gemeinschaft. Und Gemeinschaften sind verantwortlich und legen Rechenschaft ab. Dafür steht diese Band. Sie steht für Gemeinschaft. Das war schon immer so und wird immer so sein. Und das müssen wir machen. Danke fürs Zuschauen.“


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Lothar Gerber schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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