Phil Demmels Ausstieg bei Machine Head war sehr persönlich

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Phil Demmel ist niemand, der inaktiv bleibt. Dieses Jahr ist er mit gleich zwei brandneuen Projekten beschäftigt: der frisch gegründeten Solo-Band von Slayer Gitarrist Kerry King, und der Thrash-Supergruppe Category 7. In einem Interview reflektierte der Gitarrist nun aber seine Zeit mit Machine Head, bei denen er vor gut fünf Jahren ausstieg.

Viel Erfahrung dank Machine Head

„Ich habe eine Menge mit der Band und den Mitgliedern erlebt“, sagt Demmel im Gespräch mit dem US-Radiosender 107. The Bone.

 „Und es war eine irre Reise. Es war eine tolle Erfahrung, und ich habe Erfolg auf verschiedenen Ebenen mit ihnen erreicht. Ich habe viel gelernt und mich auch musikalisch weiterentwickelt.“

Demmel versucht sich nur an die guten Zeiten mit Machine Head zu erinnern. Er ist immer noch immens stolz auf das, was sie erreicht haben, und er glaubt auch, dass er selbst einen wichtigen Teil zu diesem Erfolg beigetragen hat. Allerdings ist er wirklich froh gewesen, schließlich aus der Band auszusteigen. „Während des CATHARSIS-Zyklus gab es einfach eine Veränderung der Dynamik in der Band“, erinnert sich Phil Demmel. „Ich mochte das Album nicht wirklich, es war komisch. Man konnte diese veränderte Dynamik irgendwie heraushören.“

Erleichtert durch Ausstieg

Er führt fort, dass es Zeit für ihn war, zu gehen. „Es war die Musik, aber es war auch nicht die Musik“, versucht er zu erklären. „Es war zu 99 Prozent persönlich, ich konnte einfach nicht mehr da sein. Es wirkte sich auf meinen Schlaf aus. Da war einfach dieses toxische Ding in meinem Kopf und meinem Herzen, das ich einfach loswerden musste.

 Ich versuchte so lange weiterzumachen wie möglich, aber irgendwann passierte etwas und ich sagte einfach: ‚Scheiß drauf, ich bin weg. Ich kann nicht mehr in einer Band wie dieser sein.‘ Ich wusste nicht, was danach passieren wird, aber ich fühlte mich direkt erleichtert.“

Dennoch spielte Phil nach seiner Kündigung eine weitere Tournee mit Machine Head, denn aus seiner Sicht wäre es unfair gewesen, die Band kurz vor anstehenden Shows hängen zu lassen. Er sagt im Interview aber auch, dass Robb Flynn, der Machine Head-Chef, im Anschluss ebenfalls nicht versucht hätte, ihn in der Band zu behalten. „Er war mit mir genauso fertig wie ich mit ihm“, so Phil Demmel.


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Die Metal-Alben der Woche vom 17.05. mit Kerry King, Slash, Pain u.a.

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