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Queensrÿche-Gitarrist sieht Streaming als Band-Killer

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Seit vielen Jahren ist es ein immer wiederkehrendes, weil nach wie vor aktuelles Thema. Downloads, Streaming und schwindende Verkäufe physischer Tonträger sowie die damit einhergehenden extrem sinkenden Einnahmen von Bands. Auch Queensrÿche-Gitarrist Michael Wilton hat dazu natürlich eine klare Meinung.

Im Interview mit The Mighty Z aka Zoran Theodorovic von Capital Chaos TV berichtet Wilton bezüglich seiner Band über die Notwendigkeit, sich dem aktuellen Stand der Technik anzupassen. „Natürlich muss man sich den Gegebenheiten stellen und die Wege des technischen Fortschritts mitgehen. Offenkundig gibt es auf der Welt viel mehr Musik-Fans, und über das Internet kann man sie alle viel besser erreichen.

THE VERDICT bei Amazon

Man muss das alles zu seinem Vorteil nutzen“, so Wilton weiter. „Zum Beispiel kann man heutzutage in nur wenigen Tagen einen Videoclip drehen und schneiden und dann direkt auf YouTube hochladen. In den Achtziger Jahren war das undenkbar. Es gibt viele positive Aspekte am Internet, aber auch so einiges, das scheiße ist. Man nehme nur Streaming: Es ist großartig für die Hörer und Fans, aber es tötet auch eine Menge Bands. Man muss sich eben anpassen.“

Queensrÿche vs Torrent

Weiterhin wird Wilton gefragt, wann Queensrÿche bemerkt hätten, dass aufgrund von Filesharing und Downlads die Einnahmen gesunken sind. „Es ist bis heute so“, erwidert der Gitarrist. „Vor der Veröffentlichung unseres aktuellen Albums THE VERDICT beauftragte unser Manager eine russische Software-Firma damit, sämtliche Torrent-Seiten zu überprüfen. Um die hundert davon hatten die neuen Songs bereits zum Download angeboten.

Ich habe keine Ahnung, wie sie so schnell an die Files rangekommen sind, und man kann so etwas auch nicht stoppen. Und, ja, das tut Bands weh. Es mindert Verkäufe und ändert die Art und Weise, wie Dinge heutzutage als erfolgreich wahrgenommen werden.“

THE VERDICT erschien am 1.3.2019 auf Century Media Records und ist das dritte Queensrÿche-Werk mit Sänger Todd La Torre, der 2012 für Geoff Tate in die Band kam. Auf dem Schlagzeugstuhl sitzt live nach wie vor Ex-Kamelot-Drummer Casey Grillo. Er ersetzt den seit zwei Jahren aus familiären Gründen keine Tourneen mitfahrenden Scott Rockenfield.

Seht hier das komplette Interview:

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