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Metal Church: Auferstehung wider Willen

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Kurzzeit-Tote

Wie eingangs bereits erwähnt, hat sich das Line-up im Vergleich zum letzten Album CONGREGATION OF ANNIHILATION (2023) deutlich verändert. Von der ehemali­gen Besetzung sind nur noch Vanderhoof und der zweite Gitarrist Rick van Zandt übriggeblieben, der seit 2008 für Metal Church in die Saiten greift. Kurdt Vanderhoof seufzt auf. „Wir kamen Ende 2023 von einer Tournee aus Australien zurück, wo mir die übrigen Mitglieder Marc Lopes, Steve Unger und Stet Howland mitteilten, dass sie mit der Situation der Band nicht zufrieden seien. Auch unser Label deutete an, kein Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit zu haben, wenn es so weiterläuft. Also löste ich die Band still und leise auf. Ich wollte keine große Sache daraus machen, es funktionierte einfach nicht mehr. Ich war mit Metal Church fertig und wollte mich auf meine anderen Projekte konzentrieren.“

Doch dann kam der Zufall ins Spiel. „Unser Label bekam einige Monate nach der Auflösung eine Bewerbung von einem Sänger namens Brian Allen, der für kurze Zeit bei Vicious Rumors gesungen hatte. Ich kannte ihn nicht, aber unter den Dateien waren auch zwei oder drei Songs von Metal Church, die mir das Label weiterleitete. Sie haben mich umgehauen. Brian beherrscht sowohl das Material von David Wayne als auch das von Mike Howe. Aber selbst das konnte mich noch nicht dazu bewegen, Metal Church sofort wieder an den Start zu bringen. Ich dachte mir, dass ich Brian vormerke, falls es eines fernen Tages wirklich eine Reunion von Metal Church geben sollte. Erst als mich kurz darauf Dave Ellefson anrief, kam der Stein richtig ins Rollen.

„Damit hatte ich nicht gerechnet.“

Er arbeitet ebenfalls mit unserem Label Rat Pakk zusammen und hatte gehört, dass sich Metal Church aufgelöst hatten. Er meinte, das sei unter keinen Umständen hinnehmbar, und bot sich sofort an, als Bassist einzusteigen. Wir kennen uns seit unserer Jugend, aber damit hatte ich nicht gerechnet. Plötzlich gab es wieder eine Band, nur noch keinen Schlagzeuger. Jeff Plate sagte zu, musste aber gleich wieder einen Rückzieher machen, weil seine Stamm-Band Savatage wieder in größerem Rahmen aktiv ist. Ich telefonierte erst mit Geoff Tate (ehemals Queensrÿche – Anm.d.A.) und dann mit Ken Mary von Fifth Angel, den ich noch länger kenne als Dave und fragte beide, ob sie mir jemanden empfehlen könnten. Darauf antwortete Ken trocken: ,Ich mach’s.‘ Und damit waren wir wieder komplett. Nicht ich habe die anderen Jungs gefunden, sondern sie haben Metal Church gefunden und wieder zum Leben erweckt.“

Wie politisch DEAD TO RIGHTS ist und wie Dave Mustaine eine coole Video-Location entzauberte, lest ihr in der METAL HAMMER-Maiausgabe 2026, erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!

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