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Ralph Caspers: Den Hardcore im Herzen

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Während seiner Schulzeit am Gymnasium hörte Caspers Metal- neben Anthrax oder Metallica sammelte er Platten von Black Sabbath. Er selbst war in seiner Jugend auch Gitarrist und himmelte dabei insbesondere Helden wie Van Halen oder Randy Rhoads an: „großartig“ seien die gewesen.

Aber die Riffs und Leads konnte er zu Hause selbst nicht spielen. Als er merkte, dass er seine Finger niemals so bewegen können wird, begann er „das Musizieren kacke“ zu finden, sagt Ralph Caspers. Also fand er Erfüllung in einem anderen Genre.

Der Hardcore-Spirit

Zum Ende der Oberstufe hörte Caspers Hardcore. Und lebte diesen auch. Typisch für das Genre: Die Musik wird von einer Lebenseinstellung getrieben, die auch den jungen Caspers beeinflusste. Seine Vorbilder waren Minor Threat oder Fugazi – Bands die “Straight Edge” lebten und diesen Stil propagierten. „Das finde ich total großartig. Ich war Straight Edge, das war eine Flucht nach vorne“, sagt er. Das bedeutete vor allem Verzicht und Nüchternhein: kein Alkohol, keine Drogen, kein promiskuitiver Lebensstil. Zur Schulzeit sei er so keines der coolen Kids gewesen. „Damals dachte ich mir, entweder bin ich jetzt total langweilig oder ich bin Straight Edge“, so Caspers.

Doch auch politisch und sozial wirkte sich die Musik auf sein Leben aus. „Mit Aufbegehren gegen Obrigkeiten und Dagegensein kann ich mich gut identifizieren“, so der Moderator. Diese Themen des Punks haben auch im Hardcore zentrale Bedeutung. Für Ralph Caspers sei es wichtig, Dinge, wie politische Entscheidungen, nicht immer hinzunehmen. Er betont: „Das ist eine Grundhaltung von mir.

Im Hardcore tobte sich Caspers auch wieder selbst aus. Mit Freunden gründete er die Band Smashed Infants. „Wir haben so etwas wie Minor Threat gemacht“, erinnert er sich. Nach ein paar Konzerten ist aber auch wieder Schluss gewesen, da die Mitglieder nach ihrer Schulzeit getrennte Wege gingen.

Pickel bei Pop

Ich habe Frau und Kinder. Da kann man nicht Straight Edge sein. Das lässt sich schlecht kombinieren“, erklärt Ralph Caspers. Er ist verheiratet und hat drei Kinder, eine Tochter und zwei Söhne. Auch wenn er zu Hause nicht mehr Minor Threat voll aufdreht und zu Anthrax die Gitarre auspackt, hört er immer noch Gitarrenmusik. Dead Kennedies oder Pavement sind seine Lieblinge. „Im Moment habe ich melodische Sachen viel lieber“, sagt Ralph Caspers.

Manchmal überrascht er seine Familie dann doch mit lauter Musik: „Wir haben die Regel ‘wer fährt, der darf die Musik bestimmen’.“ Na dann, gute Fahrt! Denn bei den meisten Pop-Sachen bekommt Caspers Pickel, wie er sagt. Auch wenn sich sein Lebensstil und Musikgeschmack geändert hat, ist seine Grundeinstellung noch immer gleich: Widerstand und Hinterfragen.

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