A Forest Of Stars sind eine britische Post Black Metal-Band aus Leeds, die seit 2007 mit einem sehr eigenen, viktorianisch-exzentrischen Konzept unterwegs und für lange, theatralische Epen bekannt ist. Die neue Scheibe STACK OVERFLOW IN CORPSE PILE INTERFACE setzt diese Tradition fort, denn die sechs Songs sind zwischen knackigen neun und ausufernden 17 Minuten lang. Erneut spielt die Violine von Katheryne eine tragende Rolle im Klangbild der Band, die dem Spektrum der Band, zwischen Heavy- und Black Metal agierend, durchaus eine eigene Note verleiht. Dazu kommt Sänger Mister Curse, der gerne im rezitativen, theatralischen Bereich seine Texte wiedergibt, aber auch bei den härteren Parts psychotisch bis hysterisch klingt. A Forest Of Stars schwelgen gerne und lange in ruhigen Parts, was dem eher traditionelleren Metalhead einige Geduld abverlangen kann. Wenn denn mal verzerrte Gitarren ins Bild kommen, kann es aber auch durchaus hektisch und chaotisch werden, wozu die recht verwaschene Produktion, aber natürlich ebenso die meist wirre Song-Struktur ihren Teil beiträgt. Definitiv etwas für Menschen, die sich Musik abseits der üblichen Pfade wünschen und ihre Hörgewohnheiten auf die Probe stellen möchten. Alle anderen sollten sich STACK OVERFLOW IN CORPSE PILE INTERFACE mit Vorsicht nähern.
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