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A Perfect Circle EAT THE ELEPHANT

Alternative Rock, BMG/Warner (12 Songs / VÖ: 20.4.)

6/ 7
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Wenn es um Maynard James Keenan geht, scheint sich die Musikwelt aktuell nur damit zu befassen, wann denn endlich das neue Tool-Album erscheint. Unter dem Deckmantel all dieser Aufregung hat der Weinanbauer Tatsachen mit seiner anderen großen Band geschaffen: 14 Jahre nach dem letzten Studioalbum eMOTIVe (welches aus zwei eigenen Songs sowie zehn Cover-Versionen von Antikriegsliedern besteht) lässt EAT THE ELEPHANT die Kiefer beim Hörer herunterklappen.

Als ob sie nie pausiert hätten, präsentieren sich A Perfect Circle in Hochform und schmieren akustischen Balsam auf die Seelen der Hörer – zumindest musikalisch bietet das Quintett kunstvoll arrangierte Wohlklänge, denen gegenüber jedoch die düsteren und zynischen Texte Keenans stehen. Der fiese Stampfer ‘The Doomed’ verströmt als Abgesang auf die Gerechtigkeit pure Bitterkeit; das getriebene ‘TalkTalk’ ruft dazu auf, tatkräftig zu helfen anstatt um Besserung zu beten; und im lieblichen ‘So Long, And Thanks For All The Fish’ (ein Wink an ‘Per Anhalter durch die Galaxis’) erstrahlt die atomare Apokalypse als prächtige Feuerwerkvorführung.

Zwischen all der Düsternis schimmert jedoch auch Licht hindurch, unter anderem in ‘Disillusioned’ und ‘Hourglass’. EAT THE ELEPHANT mag auf den ersten Blick die Durchschlagskraft des Debüts MER DE NOMS vermissen lassen, THIRTEENTH STEP und eMOTIVe haben allerdings angedeutet, dass Genre-Grenzen für A Perfect Circle nicht existieren. Insofern lautet die Devise: Kopf ausschalten, eintauchen, genießen.

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Gene Simmons: Peter Criss war nicht an ‘Beth’ beteiligt

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