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Ace Frehley 10,000 VOLTS

Hard Rock , MNRK Heavy/SPV (11 Songs / VÖ: 23.2.) 

5.5/ 7
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Das ist mal Timing: Direkt nach der Kiss-Auflösung kommt Ace mit seinem ersten „richtigen“ Album seit einem halben Jahrzehnt daher. Und das auch noch mit seinem besten Nicht-Kiss-Album seit den Achtziger Jahren. Wo sich ANOMALY und SPACE­MAN (von den beiden Cover-Alben ganz zu schweigen) mit Rock-Trivialitäten und faulem Songwriting selbst Steine in den Weg gelegt haben, zeigt sich 10,000 VOLTS wesentlich origineller und ziel­orientierter. Schon im titelgebenden Opener steuert der kosmische Knabe sein Raumschiff zurück in den Schweif des FREHLEY’S COMET. Verspielte Licks, ein irre eingängiges Riff und Aces ikonisch unperfekte, aber immer passende Gesang­s­­stimme lassen den Kopf wie in Schwere­losigkeit wippen. Noch mehr Wumms hat aber das darauffolgende ‘Walking On The Moon’, das melodisch wieder zurück in Kiss-Sphären schwebt. Dazu ist es außer­dem ein Paradestück für das unverkenn­bare (und auf diesem Album endlich wieder in den Vorderg­rund rückende) Solospiel des Spaceman.

Kurze, prägnante Tonleitern, die sich mehr in ohrwurmiger Varietät verlieren anstatt in angeberischer Virtuosität. Schön schmal­zig ist dagegen die obliga­torische Ballade ‘Back Into My Arms’, die herrlich überpro­duziert auf die kom­merziel­len Zeiten seiner Karriere schielt. Mit den Midtempo­­­munter­machern ‘Cherry Medicine’ und ‘Life Of A Stranger’ setzt er hingegen sogar ein paar modernere Akzente, nur um im instru­men­talen Albumfinale ‘Stratosphere’ wieder mit seinem verspielten Soft-Space-Charme abzuheben. Ace ist zurück!

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