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Adrian Benegas ARCANUM

Power Metal, Reaper/Warner (11 Songs / VÖ: 5.5.)

3.5/ 7
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Adrian Benegas, ein aus Paraguay stammender Keyboarder und Kompo­nist, bezeichnet seine musikalische Vision selbst gerne als „Theatrical Power Metal“, wobei er den zwischen Power-, Prog- und Symphonic Metal changierenden Sound sicher nicht als theatralisch im emotional-exagerierten Sinne, sondern eher als überlebensgroß-dramatisch begriffen lassen will. Dabei gestalten sich die Grenzen zwischen Kitsch- und Kinoambitionen manchmal doch recht ­fließend. Unterstützt von Ritchie Blackmore’s Rainbow-Sänger Ronnie Romero (der alles daran zu setzen scheint, Tim „Ripper“ Owens in Sachen projektorientierter Vielbeschäftigtkeit den Rang abzulaufen), Schlagzeuger Michael Ehré (Gamma Ray, Primal Fear), Bassist Anis Jouini (Myrath), Ex-Delain-Gitarrist Timo Somers sowie Produzent Sascha Paeth präsentiert Benegas auf seinem zweiten Soloalbum ein inter­natio­nales wie technisch versiertes Session­ensemble, das sich durchaus hören lassen kann.

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Allerdings fehlt es den zu oft in tonale Geschwindigkeits­räusche abdriftenden Songs in der Masse an identifizierbarer persönlicher Note(n) sowie hängenbleibenden Melodien. Große Ausnahmen: Das tolle ‘Alchemy Of Spirits’ sowie ‘El milagro de saber esperar’, bei dem der aus Chile stammende Romero (in Ersterem partiell) inbrünstig im spanischen Idiom singend zu vernehmen ist. Ein potenzielles Alleinstellungsmerkmal, dessen weiterer Ausbau sich durchaus gelohnt hätte.

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