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Alkaloid LIQUID ANATOMY

Progressive Metal, Season Of Mist/Soulfood (8 Songs / VÖ: 18.5.)

5/ 7
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Was für ein Album. Alkaloid verlangen sich und ihren Hörern mit LIQUID ANATOMY alles ab. Da trifft melodischer Death Metal auf futuristische Prog-Sounds, wird unbarmherziges Todesgeknüppel mit Experimental-Attitüde versetzt – auf dass sich die Frickel-Fan-Fraktion vor Aufregung fast in die Höschen macht. Überraschend kommt das alles nicht: Die Band besteht unter anderem aus Szeneveteranen aus den Reihen von God Dethroned, Aborted, Obscura, Necrophagist und und und…

Schon das erste Album der Quasi-Supergroup, THE ­MALKUTH GRIMOIRE, schlug energisch in die gleiche Kerbe. LIQUID ANATOMY stellt somit keine Neuerfindung, sondern vielmehr eine weitere Perfektion dieses Klang-Amalgams dar. Was für ein Potenzial in der Verschmelzung verschiedener Extreme- und Nicht-So-Extreme-Metal-Stile liegt, zeigen Alkaloid bereits im Album-Opener ‘Kernel Panic’: Der Einstieg beschwört melodisch-wohltönend Yes à la ‘Owner Of A Lonely Heart’ herauf, bevor ein astreines Stadion-Rock-Riff einsetzt und kurz darauf plötzlich fieses Growling sowie die volle Death-Breitseite über einen herein­brechen.

rotz der vielen Stilwechsel (die Band verarbeitet in einem Song mehr Genres als andere in ihrer kompletten Karriere) fühlt man sich auf LIQUID ANATOMY nie verloren, denn jedes der zahlreichen Klang-Details ist genauestens durchdacht. In seiner Vielschichtigkeit, Komplexität und Dynamik ist das Album Musizieren auf technisch ­höchstem Niveau – allein schon das zwanzigminütige Finale ‘Rise Of The Cephalopods’ ist ein in sich geschlossenes Gesamtkunstwerk. Lediglich: Auf über einstündiger Spielzeit können Alkaloid mit ihrem Anspruch auch gerne mal Kopfschmerzen verursachen.

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Sevendust wollten sich zwischenzeitlich auflösen

Sevendust standen offenbar kurz dem Aus. Die Alternative-Metaller aus Atlanta, Georgia haben laut Angaben von Schlagzeuger Morgan Rose vor anderthalb Jahren ernsthaft und inklusive handfesten Plänen darüber diskutiert, ob sie ihre Band auflösen sollen. Das am 1. Mai 2026 erscheinende neue Studiowerk ONE sollte in diesem Rahmen das Abschiedsalbum des Quintetts werden. Doch letztlich entschied sich die Gruppe für eine Kehrtwende um 180 Grad. Rückzug vom Rückzug "Wir hatten diese Phase, in der wir einfach nicht so viel auf Tour waren", holt der Sevendust-Trommler aus im Gespräch mit Stan Bicknell aus. "Wir dachten, dass wir das Flugzeug landen werden und…
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