Mit ihrer eklektischen wie einzigartigen Mischung aus Blues, Stoner-, Alternative-, Acid- sowie Classic- und Roots Rock hat sich die Band aus Nashville/Tennessee in weniger als 15 Jahren selbst hierzulande von kleinen Club-Bühnen auf jene deutlich größerer Hallen gespielt. Mag die das Live-Erlebnis begleitende psychoaktive Lichtdramaturgie auf Platte fehlen, entfacht die Band erneut rein mit ihren Songs einen hypnotischen Sog. Auf Album Nummer sieben darf man sich zudem über die Rückkehr von Rhodes-Pianist, Keyboarder und Violinist Allan van Cleave freuen, der die The Doors- und The Velvet Underground-Vibes der nun wieder offiziell als Vierer agierenden Gruppe gewinnbringend verstärkt. Zu den zahlreichen Höhepunkten von HOUSE OF MIRRORS zählt definitiv der Opener ‘Red Rocking Chair’, in dem All Them Witches eine ursprünglich traditionelle Bluegrass-Vorlage ins Stoner-Nirwana transzendieren. Großartig gestaltet sich auch der staubtrockene Schellenkranz-Trip ‘Aethernet’ oder das fiebrig-fragile ‘Go-getter’. Vom erhabenen, in Power Folk Rock-Terrain vorpirschenden und die diesmal ohnehin (auch stimmlich) noch präsentere Pearl Jam-Seite der Band propagierenden ‘The Welterweight’ ganz zu schweigen. HOUSE OF MIRRORS gibt sämtlichen Band-Qualitäten ein Dach über den Kopf, vervielfacht diese noch und glänzt darüber hinaus mit dem bisher strahlendsten Songwriting ihrer Karriere.
***
Du willst METAL HAMMER lesen, aber kein Abo abschließen? Kein Problem! Die aktuelle Ausgabe portofrei nach Hause bestellen: www.metal-hammer.de/heftbestellung
***
