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Alter Bridge ALTER BRIDGE

Alternative Metal, Napalm/OPEN (12 Songs / VÖ: 9.1.)

5.5/ 7
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Zuletzt dürfte fast jede Alter Bridge-Rezension mit derselben, kaum mehr überraschten Feststellung begonnen haben: Wie schaffen es Mark Tremonti (Gitarre, Gesang) und Myles Kennedy (Gesang, Gitarre) nur, im strammen Dreijahresrhythmus derartige Qualität hervorzubringen – plus weitere Soloalben? Bei ALTER BRIDGE handelt es sich um das achte Studiowerk der 2004 aus den Trümmern von Creed entstandenen Gruppe, von einer Neudefinition kann jedoch nicht die Rede sein. Vielmehr besinnen sich das Kreativduo und seine treuen Mitstreiter Brian Marshall (Bass) und Scott Phillips (Schlagzeug) über eine Spielzeit von 61 Minuten hinweg auf ihre Kernkompetenzen: Alternative Metal mit brodelnden Riffs und Groove, dazu die stets hervorhebenswerte, da charakteris­tische Stimme Kennedys. Während diese im balladesken ‘Hang By A Thread’ (mit dezenten Frauenchören) und dem etwas aus dem Rahmen fallenden ‘Scales Are Falling’ besonders schön zur Geltung kommt, setzen Alter Bridge im Albumhöhepunkt ‘Tested And Able’ sowie in ‘Trust In Me’ auf den abwechselnden Gesang beider Protagonisten. Im Gros jedoch klingt das Werk düster, bedrohlich und hart. Dies manifestiert sich insbesondere im vor Kreativität sprudelnden ‘Power Down’, dem intensiven ‘Disregarded’ und dem brachialen ‘Playing Aces’. Der am Schluss stehende, aus unterschiedlichen Teilen bestehende Neunminüter ‘Slave To Master’ will hingegen erschlossen werden – dass den US-Amerikanern hintenraus die Ideen ausgingen, ist jedoch keineswegs festzustellen. Prognose: Das geht noch jahre- bis jahrzehntelang so weiter. Wer hat, der kann.

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