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Anvil ONE AND ONLY

Heavy Metal, AFM/Soulfood (12 Songs / VÖ: 28.6.)

3/ 7
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Bei dem Namen Anvil schlägt das Herz eines jedes Kuttenmetallers höher. Die Authentizität und Leidenschaft, mit der die Protagonisten die Fahne der Szene über Dekaden (die bekanntermaßen nicht immer von großen Erfolgen geprägt waren) hochgehalten haben, nötigt jeden Respekt ab. Nichtsdestotrotz muss man festhalten: Studioalben sind und bleiben das Tagesgeschäft einer Band, und das muss laufen. Entsprechend ernüchternd fällt das Urteil über die mittlerweile zwanzigste Veröffentlichung ONE AND ONLY aus. Die Ankündigung klingt gut, hat aber leider nur wenig mit der Realität zu tun. Schnörkellos schneidende Riffs, griffige Hooks …? Davon hört man auf ONE AND ONLY fast gar nichts.

Dass Anvil beim Songwriting laut eigener Aussage alle modernen Aspekte haben fallenlassen, wirkt sich leider nicht positiv, sondern fast durchweg negativ aus. Das Material hat kaum Wumms, kaum Esprit, wirkt bieder und überwiegend abgenudelt. Auch die Produktion klingt muffig, man hat fast ununterbrochen den Drang, manuell mit irgendeinem Hilfsmittel selbst nachzujustieren, um die Schlaghärte zu erhöhen. Den Drang, in die Ursprungszeit der Band zurückzukehren, kann ich (als Käufer einiger Alben aus der damaligen Epoche) nachvollziehen, aber die Umsetzung wirkt bemüht, verkrampft und gebärt kaum Kuttenhymnen. Im Endergebnis ist ONE AND ONLY daher trotz aller Sympathiepunkte für das Karriere-Durchhaltevermögen der Band eine große Enttäuschung.

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