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Atomwinter SAKRILEG

Death Metal, Trollzorn/Alive (10 Songs / VÖ: 10.2.)

5/ 7
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Auf ihr fünftes Album haben uns Atomwinter fünf Jahre warten lassen. Ob dies einem Sakrileg gleichkommt, sei dahingestellt. Fakt ist aber, dass die deutschen Death-Metaller mit zehn neuen Songs (plus Vinylbonustrack ‘Sacred Scum’) exakt dort weitermachen, wo sie 2018 mit CATACOMBS aufgehört hatten. Mit einer Ausnahme: Statt Oliver Holzschneider steht Florian Bauer am Mikrofon. Die fies gurgelnde Stimme des Hellforce-Sängers/-Gitarristen und Burden Of Grief-Bassisten passt prima zu den schwedisch-britisch-niederländisch geprägten Vorgaben seiner Kollegen – seien es brutale Blastbeats oder majestätische Midtempo-Passagen. Mit Brechern wie ‘Ov Blood And Flesh’, dem Breakdown-Biest ‘Brutal Scriptures’ oder der Kopfnickerwalze ‘The Dark Void’ zelebrieren Atomwinter die Neunziger und schließen die Lücke, die Hail Of Bullets hinterlassen haben.

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Obwohl die alte Schule aus jeder SAKRILEG-Pore drückt, erweckt das Album nie den Eindruck, ein Relikt aus früheren Zeiten zu sein. Das liegt nicht nur an fließenden Geschwindigkeitsvariationen, sondern auch einer zeitgemäßen Produktion, die nach dem Motto „And Justice For Bass Players“ selbst dem Viersaiter genügend Platz einräumt. Kleine Überraschungen wie (Mönchs-)Chöre im Titelstück oder schwarzmetallische Riffs in ‘The Lungs Of Hell’ runden die Schlachtplatte ab und machen das Wartezeit-Sakrileg vergessen.

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