Axemaster haben sich seit den Achtzigern hartnäckig gegen sämtliche Branchentrends gestemmt. Unter der Leitung von Gründungsmitglied Joe Sims verbinden die US-Metaller nun erneut traditionellen Metal mit Thrash- und Doom-Einflüssen. Das Problem beginnt allerdings bereits beim Sound-Gewand. Die Produktion wirkt oft unausgewogen und nimmt den durchaus griffigen Riffs ihre Wucht. Auch der Gesang von Geoff McGraw dürfte nicht jedermanns Sache sein. Seine Stimme besitzt zwar Charakter, wirkt aber so, als würde sie an den eigentlichen Riffs vorbeisingen, anstatt sich organisch mit ihnen zu verbinden. Wenn Axemaster einmal richtig ins Rollen kommen – etwa beim herrlichen Slayer-Headbanger ‘Kissed With A Fist’ –, blitzt das Potenzial der Band deutlich auf. Hier greifen Groove, Aggression und klassische Metal-Energie endlich sauber ineinander. Leider verheddert sich das Material zu häufig in komplexen, mitunter willkürlich aneinandergeketteten Songpassagen. Übergänge wirken seltsam konstruiert, Tempowechsel nicht immer sinnvoll gesetzt. Die Band lebt ihren Stil spürbar authentisch. Am Ende verhindert der Mix aus sperriger Produktion, gewöhnungsbedürftigem Gesang und überfrachtetem Songwriting ein wirklich zwingendes Album.
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