Toggle menu

Metal Hammer

Search

Bethlehem BETHLEHEM

Dark Metal, Prophecy/Soulfood (10 Songs / VÖ: 2.12.)

6/ 7
teilen
mailen
teilen
von
Foto: Promo

Endlich! Die schwülstige ­Phase im seich­ten Deutsch-Rock-Pop-Bereich abgeschlossen, hat sich Jürgen Bartsch seiner Ursprünge erinnert und den kranken Metal wieder ausgepackt. Mit Onielar (Darkened Nocturn ­Slaughtercult) als kongenialer Partnerin gerät BETHLEHEM zur Erfüllung sämtlicher feuchter Träume der Fans der Anfangs­jahre. Nicht nur die allgegenwärtige depressions-suizidgeschwängerte Atmosphäre der Musik, die feinen Melodien, eingestreuten verlorenen Klavierklänge und in den wundervollen Wahnsinn hineinrollenden Gitarren, sondern auch die durchgehend lebensverweigernd kreischende Onielar sowie das gewohnt geniale Spiel mit der deutschen Sprache (‘Kein Mampf mit Kutzen­zangen’, ganz nebenbei eines der traurigsten Lieder dieser Dekade) sind in dieser Form einzigartig. Ob nun handwarme, in sich eruptierende Doom-Kompositionen wie ‘Kynokephale Freuden im Sumpfleben’ oder bebende Psycho-Momente (‘Gängel Gängel Gang’, ‘Wahn schmiedet Sarg’) – Bethlehem verleihen dem Jahr 2016 den kaputten Ausklang, den es verdient. Selbst härtetechnisch schwächere Kompositionen des einzig wahren Dark Metal-Originals (‘Die Dunkelheit darbt’, ‘Arg tot frohlockt kein Kind’) lassen sämtliche Mitläufer und Nachahmer kümmerlich aussehen. Nach 18 Jahren ein würdiger S.U.I.Z.I.D.-Nachfolger.


ÄHNLICHE KRITIKEN

Eisregen :: Marschmusik

Moonspell :: Extinct

Death Wolf :: III: Östergötland


ÄHNLICHE ARTIKEL

Jürgen Bartsch (Bethlehem) ist verstorben

Jürgen Bartsch hat das Zeitliche gesegnet. Der Bethlehem-Chef verlor den Kampf gegen eine schwere Krankheit.

Dier besten Dark/Gothic/Symphonic/NDH/Industrial-Alben 2024

Den kompletten ultimativen Jahresrockblick gibt es brandheiß und druckfrisch in der aktuellen METAL HAMMER-Januarausgabe!

Die besten Dark-, Gothic-, Symphonic-, NDH- und Industrial Metal-Alben 2020

Den kompletten ultimativen Jahresrockblick gibt es brandheiß und druckfrisch in der aktuellen METAL HAMMER-Januarausgabe!

teilen
mailen
teilen
So entstand Iron Maidens SEVENTH SON OF A SEVENTH SON

>>> Die vollständige Iron Maiden-History 1985-1990 findet ihr in unserem aktuellen METAL HAMMER LEGENDEN Sonderheft (...) Steve Harris war sich durchaus bewusst, wie tief der Stachel im Fleisch seines Sängers saß. Für die kommende Produktion sollte das Songwriting nicht zuletzt des lieben Band-Friedens Willen wieder auf mehrere Schultern verteilt werden. Im Gegensatz zu dem nur losen Konzept von SOMEWHERE IN TIME besaß der Bandchef diesmal eine genauere Vorstellung davon, was er den Fans präsentieren wollte. „Es ging um unser siebtes Studioalbum, und ich hatte anfangs weder einen Titel noch irgendwelche Ideen dafür“, gesteht der 57-Jährige rückblickend. „Dann las ich die…
Weiterlesen
Zur Startseite