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Black Star Riders HEAVY FIRE

Hard Rock, Nuclear Blast/Warner (10 Songs / VÖ: 3.2.)

6/ 7
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Deutete sich auf THE KILLER INSTINCT bereits mehr Band-Eigenständigkeit an, haben die aus der letzten Thin Lizzy-Formation hervorgegangenen Black Star Riders um Gitarrist Scott Gorham und Sänger/Gitarrist Ricky Warwick den Abnabelungsprozess mit HEAVY FIRE nunmehr gänzlich vollzogen.

Zwar liebäugeln Songs wie ‘Dancing With The Wrong Girl’ oder ‘When The Night Comes In’ noch unterschwellig mit dem alten Lizzy-Vibe, doch schon Letztgenannter weiß diesem mit weiblichen Backings etwas Unerwartetes, anderes hinzuzufügen. Auch dem kraftstrotzenden Titel-Track und Opener gelingt mit seinem unvermittelten Break und dem darauf folgenden stapfenden Mittel-Part ein

Überraschungsmoment. ‘Ride The Tiger’ gibt sich roh und ungebändigt, und erinnert damit eher an spätere The Almighty. Ebenso finden Hochmelodisches wie das exzellente ‘Testify Or Say Goodbye’, dezente Funk-Verspieltheiten (‘True Blue Kid’) oder die volle Siebziger-Soul-Klatsche mit Frauenchor zum Finale von ‘Ticket To Rise’ auf

HEAVY FIRE ihren Platz. Dass ausgerechnet der höchst eingängige, wunderbare Warwick-Power-Pop-Rocker ‘Letting Go Of Me’ in quasi letzter Minute entstanden ist (siehe dazu das Interview in dieser Ausgabe), zeugt noch mehr von der Lässigkeit und den Qualitäten einer Band, die spätestens hiermit den Schritt ins Eigenleben vollzogen hat.


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